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EU-Richtlinie zu Nadelstichverletzungen verabschiedet

Dienstag, 9. März 2010

Brüssel – Die EU-Gesundheitsminister haben sich darauf geeinigt, den Schutz von Arbeitnehmern im Gesundheitswesen vor Infektionen durch Verletzungen mit scharfen beziehungsweise spitzen medizinischen Instrumenten zu verbessern. Die Minister stimmten bei ihrem heutigen Treffen in Brüssel einer von der Europäischen Kommission vorgelegten Richtlinie zu.
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Die Behörde schätzt, dass es in europäischen Gesundheitseinrichtungen jährlich zu 1,2 Millionen Nadelstichverletzungen kommt. Dabei könnten mehr als 20 lebensbedrohliche Viren, einschließlich Hepatitis B, C und HIV, übertragen werden.

Die Richtlinie verpflichtet die Arbeitgeber dazu, Maßnahmen zur Risikobewertung und -prävention zu ergreifen und die Mitarbeiter für einen sensiblen Umgang mit scharfen und spitzen medizinischen Instrumenten zu schulen. Verbesserungen soll es darüber hinaus bei der Informationsvermittlung, Überwachung und Reaktion auf Nadelstichverletzungen geben.

Die Richtlinie beruht auf einer Vereinbarung zwischen der Europäischen Arbeitgebervereinigung für Kliniken und Gesundheitswesen und des Europäischen Gewerkschaftsverbandes für den öffentlichen Dienst. Das Europäische Parlament hatte den Vorschriften bereits vor einigen Wochen zugestimmt. © ps/aerzteblatt.de

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