San Francisco – Der Ritalin®-Wirkstoff Methylphenidat wirkt in den Corpora amygdaloideum auf zwei verschiedene Dopamin-Rezeptoren, was nach einer Studie in Nature Neuroscience (2010; doi: 10.1038/nn.2506) die unterschiedlichen Wirkungen einmal auf die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und dann auf die Lernfähigkeiten erklären könnte. Dabei scheint es zu dauerhaften Veränderungen im Gehirn zu kommen.
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Die Studie bestätigt damit, dass Methylphenidat eine doppelte Wirkung auf die Aufmerksamkeitsstörung und auf kognitive Leistungen hat. Dies hat dazu geführt, dass Ritalin nicht nur zur Behandlung der ADHS eingesetzt wird, sondern zunehmend ein Missbrauch zur Steigerung kognitiver Leistungen stattfindet. Die Erkenntnis, dass beide Wirkungen über unterschiedliche Rezeptoren vermittelt werden, könnte zur Entwicklung neuer gezielter Wirkstoffe führen.
Die Untersuchung beförderte noch eine weitere Erkenntnis zutage: Methylphenidat veränderte die synaptischen Verknüpfungen in der Amygdala. Es könnte also eine über die Dauer der Anwendung hinaus bestehende Wirkung bestehen. Ob dies positive oder doch eher nachteilig für den Anwender ist, lässt sich aus tierexperimentellen Studien schwerlich ableiten.
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