Aktivierungsmechanismus von zytotoxischen T-Zellen entdeckt
Dienstag, 9. März 2010
Bonn – Dendritische Zellen aktivieren zytotoxische T-Zellen mithilfe von T-Helferzellen und Natürlichen Killer-T-Zellen. Die zytotoxischen T-Zellen können daraufhin infizierte Körperzellen oder auch Krebszellen zerstören. Diese Zusammenhänge entdeckten Forscher um Christian Kurts von der Universität Bonn. Sie veröffentlichen ihre Ergebnisse in der kommenden Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Immunolgy (doi: 10.1038/ni.1848).
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Zytotoxische T-Zellen sind normalerweise inaktiv. Aktiviert werden sie durch die dendritischen Zellen. Diese patrouillieren kontinuierlich durch den Körper und suchen dort nach Hinweisen für Tumore oder Infektionen.
Der Körper verfügt über viele Millionen verschiedener zytotoxischer T-Zellen. Bei einer Infektion müssen es die dendritischen Zellen schaffen, nur die jeweils passenden in Angriffsbereitschaft zu versetzen. Diese teilen sich dann, suchen den Krankheitserreger und bekämpfen ihn. Dieser Vorgang muss schnell vonstattengehen, um einer Virusvermehrung vorzubeugen.
Bislang war unklar, wie die dendritischen Zellen die passenden zytotoxischen T-Zellen aktivieren können. „Wir haben nun herausgefunden, dass dabei zwei weitere T-Zell-Typen eine wichtige Rolle spielen“, erklärte Christian Kurts. Dies seien die so genannten T-Helferzellen und die natürlichen Killer-T-Zellen.
Sie erkennen, wenn eine dendritische Zelle Informationen über Viren oder Tumore besitzt. Als Reaktion produzieren sie bestimmte Botenstoffe, die Chemokine. Killer-T-Zellen folgen diesen Botenstoffen und finden so diejenigen dendritischen Zellen, die ihnen mitteilen können, wo sich ein Virus oder eine Tumorzelle befindet.
Die dendritische Zelle kann Killer-T-Zellen nur dann anlocken, wenn entweder T-Helferzellen oder natürliche Killer-T-Zellen ebenfalls ein Gefahrsignal erkannt haben. Die dendritische Zelle holt sozusagen eine zweite Meinung ein, bevor sie die Immunabwehr aktiviert.
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