Nürnberg – Angesichts der erwarteten Kostenexplosion im Gesundheitswesen plädiert der Kieler Gesundheitsökonom Fritz Beske für eine Priorisierung ärztlicher Leistungen. Dabei sieht er die Ärzte in der fachlichen Verantwortung.
„Der Anstoß muss allerdings primär aus der Politik kommen“, betonte der Gesundheitsökonom vom Kieler Institut für Gesundheits-System-Forschung beim 12. Bundeskongress der niedergelassenen Chirurgen in Nürnberg.
Seinen Prognosen zufolge wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in den nächsten vierzig Jahren von heute 50 Millionen auf 35 Millionen sinken. Gleichzeitig werde es zehn Millionen mehr Hochbetagte und entsprechend mehr altersbedingte Erkrankungen und Gesundheitskosten geben.
„2050 wird ein Erwerbstätiger für einen Rentner aufkommen müssen“, rechnete Beske vor. Bei unverändertem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und einer zweiprozentigen Kostensteigerung aufgrund des medizinischen Fortschritts müssten die GKV-Beiträge laut Beske dann auf 43 Prozent steigen.
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