Straßburg – Im Europaparlament haben Abgeordnete aus allen maßgeblichen Fraktionen die Einrichtung eines Untersuchungsauschusses zum Umgang mit der Schweinegrippe gefordert. Mehrere EU-Staaten hätten wegen der Warnung vor einer angeblichen Pandemie „enorm viel Geld“ für Massenimpfungen ausgegeben, sagte die französische Grüne Michèle Rivasi. Zudem seien zahlreiche Menschen als „Versuchskaninchen“ für unzureichend getestete Impfstoffe benutzt worden.
Der Untersuchungsausschuss solle ermitteln, ob „Interessenskonflikte“ zu der falschen Pandemiewarnung geführt haben. Dazu sollten mögliche Verbindungen der von der EU angehörten Experten zur Pharma-Industrie durchleuchtet werden.
Die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss wurde bislang von 14 Abgeordneten unterstützt, unter ihnen Christdemokraten, Sozialdemokraten, Liberale, Linke und Grüne. Sie wollen nun innerhalb von zwei Wochen die notwendigen 183 Unterschriften sammeln. Anschließend müssen sich die Fraktionsvorsitzenden mit dem Vorschlag befassen.
aerzteblatt.de |
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