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Ausland

Tabakkonzern verklagt Norwegen

Dienstag, 9. März 2010

Oslo – Der US-Tabakkonzern will Norwegen wegen eines Gesetzes verklagen, das Zigaretten aus den Auslagen der Geschäfte verbannt. Die amtlichen Statistiken seit Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar hätten keinen Rückgang der Raucherzahlen ergeben, sagte Philip-Morris-Sprecherin Anne Edwards am Dienstag dem norwegischen TV-Sender NRK. Außerdem könne die Tabakindustrie nicht frei konkurrieren, wenn sie ihre Produkte nicht zeigen dürfe.  

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Norwegen hatte das Verbot erlassen, um spontane Käufe von Zigaretten einzudämmen. Die Geschäfte müssen Zigarettenschachteln nun in geschlossenen Regalen aufbewahren, bei Zigarettenautomaten müssen die Logos der Marken unkenntlich gemacht werden. Ähnliche Gesetze waren zuvor in Irland und Island erlassen worden.

Die norwegische Gesundheitsbehörde sieht der Klage gelassen entgegen. „Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Behördenchef Björn-Inge Larsen zu NRK. „Wenn Philip Morris tatsächlich annehmen würde, dass dieses Verbot den Tabakkonsum nicht verringern würde, würden sie sich darüber nicht den Kopf zerbrechen.“

Seit 2004 gilt in Norwegen ein komplettes Rauchverbot an öffentlich zugänglichen Orten, darunter auch Kneipen, Restaurants und Diskotheken. © afp/aerzteblatt.de

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