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Organtransplantationen: Mehr Sicherheit ohne zusätzliche Bürokratie

Mittwoch, 10. März 2010

Brüssel – Gesundheitsexperten des Europäischen Parlaments halten es nicht für erforderlich, dass staatliche Behörden in den EU-Mitgliedsländern über die Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der Transplantationsmedizin wachen sollen.

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Diese Aufgabe könnten Institutionen, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), ebenso gut übernehmen, so der gesundheitspolitische Sprecher der christlich-konservativen Fraktion im Europäischen Parlament (EP), Peter Liese. 

Der für die Richtlinie zuständige Berichterstatter des EP, Miroslav Mikolášik, will sich bei den anstehenden Beratungen dafür stark machen, die von der EU-Kommission geforderte verpflichtende Einführung von nationalen Kontrollbehörden zu kippen.

In der kommenden Woche wird der Gesundheitsausschuss über die Richtlinie und einen Aktionsplan zur Bekämpfung des Organmangels  in der EU abstimmen. Eine Einigung des EP mit dem Rat über die Vorschläge ist für Mai vorgesehen.

Durch die Einführung von einheitlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards will die EU die Transplantationsmedizin sicherer machen und den Organaustausch fördern. Dies soll unter anderem durch die Einführung von Transplantationskoordinatoren in Kliniken und Transplantationszentren geschehen.

Ein weiteres Ziel ist es, die Kommerzialisierung von Organen zu verhindern. „Das Verbot, den menschlichen Körper und Teile davon zur Erzielung von Gewinnen zu nutzen, steht nicht nur in der Charta der Grundrechte, die nunmehr in ganz Europa rechtsverbindlich ist, sondern hilft auch dabei, die Qualität und Sicherheit von Organspenden zu schützen“, so Liese. Es sei vor allem Aufgabe der europäischen Polizeibehörde Europol, den Kampf gegen den Organhandel verschärft aufzunehmen. © ps/aerzteblatt.de

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