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| Annelie Buntenbach /dpa |
Der Vorsitzende der IG Bau, Klaus Wiesehügel, forderte Schwarz-Gelb auf, zur paritätischen Beteiligung der Arbeitgeber zurückzukehren. Mit dem geplanten Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge würden künftige Mehrbelastungen auf die Versicherten abgewälzt, kritisierte er.
Eine solche Operation sei „ungerecht, unzumutbar und würde für breite Teile der Gesellschaft schnell zu einer glatten Überforderung führen“. Für die Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung wäre das Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge der „völlig falsche Weg“. Wiesehügel forderte die volle paritätische Beteiligung der Arbeitgeber und die Rücknahme des Arbeitnehmer-Sonderbeitrags, der Praxisgebühr sowie der Zusatzbeiträge.
Die Kopfpauschale bezeichnete Wiesehügel als Anfang vom Ende der solidarischen Krankenversicherung. „Es ist eine absurde Idee, dass die Verkäuferin die gleiche Kopfpauschale zahlen soll wie ein gut verdienender Abteilungsleiter und damit deutlich höher belastet werden würde", sagte er. „Das Solidarprinzip und auch das Gerechtigkeitsempfinden der Menschen wird durch die Kopfpauschale mit Füßen getreten.“
IG-Metall-Vorstandmitglied Hans-Jürgen Urban betonte, es gehe nicht nur um die Ablehnung der Kopfpauschale. Im Zentrum der gewerkschaftlichen Antworten auf die Finanzierungsprobleme stehe das Konzept der solidarischen Bürgerversicherung. „Alle, auch die Besserverdienenden rein in die gesetzliche Krankenversicherung, das ist eine Antwort mit Perspektive. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Solidarität“, sagte Urban.
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