Ulm – Die Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin will Familien mit schwerkranken Kindern helfen, nach einem langen Klinikaufenthalt wieder besser ins häusliche Leben z finden. Dazu stehen Kinderärzte und -pflegekräfte, Sozialpädagogen und Psychologen der Klinik zukünftig den Eltern auch nach dem Klinikaufenthalt bei der Organisation und Bewältigung des Alltags zur Verfügung. Die Klinik unterzeichnete jetzt einen entsprechenden Vertrag mit der AOK Ulm-Biberach.
Wenn frühgeborene oder schwerkranke Kind nach langem Klinikaufenthalt nach Hause kommen, ist die Familie bei allen pflegerischen, pädagogischen, psychologischen, organisatorischen und finanziellen Fragen auf sich allein gestellt. „Diese Belastung ist kann das gesamte familiäre Umfeld ins Wanken bringen“, sagt Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Dekan der Medizinischen Fakultät.
Bisher unterstützten die Förderkreise für tumor- und leukämiekranke Kinder und für intensivpflegebedürftige Kinder die Familien sehr kranker Kindern beim Übergang ins häusliche Leben nach Möglichkeit. „Laut unseren Schätzungen gibt es jährlich bei etwa 170 bis 250 Kindern aus der Region einen erhöhten Bedarf an dieser Unterstützung“, weiß Rainer Schoppik, kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums. Dank des neuen Modells könne diese nun umfassender geleistet werden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.