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| dpa |
Die Studie wurde bei Hutterern durchgeführt. Diese christliche Religionsgemeinschaft lebt heute zu zwei Dritteln im westlichen Kanada. Ihre Siedlungen, die sogenannten Bruderhöfe, befinden sich in ländlichen Regionen. Dort ernähren sich jeweils 60 bis 120 Personen von der Landwirtschaft.
Sie teilen Haus und Hof und nehmen die Mahlzeiten gemeinsam ein. Das enge Zusammenleben und die Isolation gegenüber der Außenwelt machen die Gemeinden zu idealen Kandidaten, um den Einfluss der Herdimmunität bei der Grippeimpfung zu untersuchen.
Zur Herdimmunität kommt es, wenn die gezielte Impfung der Menschen, die sich bei einer Epidemie zuerst infizieren, die Ausbreitung der Erreger in einer Gemeinschaft verhindert und dadurch krankheitsanfällige Personen auch ohne Impfung geschützt sind.
Bei der Influenza sind die Kinder zu Beginn der Epidemie die wichtigsten Vektoren. Sie erkranken selten schwer, können die Viren aber auf ältere Menschen übertragen, bei denen die Impfung wegen des alternden Immunsystems nur eine begrenzte Schutzwirkung entfaltet. Einige Experten fordern deshalb, nicht die alten Menschen, sondern die Kinder zu impfen.
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Insgesamt erkrankten 80 der 1773 Bewohner (4,5 Prozent) in den Gemeinden mit Grippe-Impfung gegenüber 159 von 1500 Bewohnern (10,6 Prozent) in der Kontrollgruppe. Die protektive Wirkung beträgt 59 Prozent (5-82 Prozent). Schwere Impfkomplikationen wurden der Publikation zufolge nicht beobachtet.
Es ist erst die zweite Studie dieser Art. Im Jahr 1968 waren in der Kleinstadt Tecumseh im US-Staat Michigan über 85 Prozent der Schüler gegen die aufkommende asiatische Grippe geimpft worden. Die Zahl der Grippe-Erkrankungen soll daraufhin um zwei Drittel geringer gewesen sein als in der Nachbargemeinde Adrian.
Dies teilte der damalige Studienleiter Arnold Monto von der Michigan School of Public Health der New York Times mit. Der Berichterstatter dieser Meldung konnte diese Zahl in der Kürze der Zeit in Medline nicht verifizieren.
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