Berlin – Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) begrüßen die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Senkung der Arzneimittelpreise. „Bei innovativen Medikamenten kann die Industrie die Preise diktieren – und sie nutzt dieses Monopol ungeniert“, sagte BÄK-Vizepräsident Frank Ulrich Montgomery der „Thüringer Allgemeinen“. Dies betreffe auch Medikamente, die „lediglich eine Neuauflage existierender Arznei darstellen, aber keinerlei Zusatznutzen für die Patienten bieten.“
Auch KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller begrüßte, dass die Selbstverwaltung im Konzept von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) eine wichtige Rolle einnimmt. Er warnte jedoch, eine schnelle Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) könne schwierig werden: „In der Vergangenheit sind schnelle Bewertungsversuche häufig durch Diskussionen über die Methoden des Instituts torpediert worden“, so Müller.
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