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Ärzteschaft

BÄK und KBV unterstützen Röslers Reformkonzept

Donnerstag, 11. März 2010

Berlin – Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) begrüßen die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Senkung der Arzneimittelpreise. „Bei innovativen Medikamenten kann die Industrie die Preise diktieren – und sie nutzt dieses Monopol ungeniert“, sagte BÄK-Vizepräsident Frank Ulrich Montgomery der „Thüringer Allgemeinen“. Dies betreffe auch Medikamente, die „lediglich eine Neuauflage existierender Arznei darstellen, aber keinerlei Zusatznutzen für die Patienten bieten.“

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Auch KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller begrüßte, dass die Selbstverwaltung im Konzept von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) eine wichtige Rolle einnimmt. Er warnte jedoch, eine schnelle Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) könne schwierig werden: „In der Vergangenheit sind schnelle Bewertungsversuche häufig durch Diskussionen über die Methoden des Instituts torpediert worden“, so Müller.

Ziel der KBV sei weiterhin, die niedergelassenen Ärzte von der Preisverantwortung bei Arzneimitteln zu befreien und diese auf die Krankenkassen und die Pharmaindustrie zu übertragen. Im Rahmen ihrer Therapiehoheit müssten die Ärzte selbstverständlich weiterhin für die Indikationsstellung, Wirkstoffverordnung und Wirkstoffmenge verantwortlich sein. „Die derzeitigen gesetzlichen Regulierungen sind für Ärzte unüberschaubar. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf“, so der KBV-Vorstand. © hil/aerzteblatt.de

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