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Arbeitgeber mahnen rasche Umsetzung der Gesundheitsreform an

Freitag, 12. März 2010

Hamburg – Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die Regierungskoalition zu einer raschen Umsetzung der geplanten Gesundheitsreform aufgerufen. „Ich denke nicht, dass die Gesundheitsprämie auf einen Schlag eingeführt werden kann. Aber erste Schritte – etwa das Einfrieren des Arbeitgeberbeitrags zur Krankenversicherung – sind noch in dieser Wahlperiode möglich“, sagte Hundt dem Hamburger Abendblatt vom Samstag. „Die Regierungskommission sollte jetzt schnell einen konkreten Vorschlag erarbeiten.“

Hundt kritisierte den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dessen Gesundheitsminister Markus Söder (beide CSU), die mit einem Veto gegen die Kopfpauschale gedroht und die Regierungskommission für überflüssig erklärt hatten.

„Von Äußerungen, wie sie aus München von Teilen der CSU gekommen sind, halte ich nicht viel“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände und stellte sich hinter Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP): „Rösler will richtigerweise die Finanzierung reformieren und die Wirtschaftlichkeit des ganzen Systems verbessern. Dafür verdient er Unterstützung.“

Hundt wandte sich gegen die Behauptung, die Kopfpauschale sei nicht finanzierbar. „Ich weiß nicht, wie viel mehr Geld die Umstellung auf eine Gesundheitsprämie kostet. Warum muss das teurer sein?“, so der Arbeitgeberpräsident. „Die Reformkommission hat die Aufgabe, einen konkreten Vorschlag vorzulegen. Dann können wir Kosten und Nutzen bewerten.“ © ddp/aerzteblatt.de

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