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Medizin

Selbsttest auf Zervixkarzinom erfolgreich

Freitag, 12. März 2010

Amsterdam – Ein HPV-Test, den Frauen zuhause durchführen können, stößt in den Niederlanden auf hohen Zuspruch. Nach den Ergebnissen der Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 340: c1040) könnte er die Akzeptanz und die Effektivität des Zervixkarzinomscreenings verbessern.

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Die Früherkennung auf das Zervixkarzinom hat sich als erfolgreich erwiesen. In den Industrieländern sind Inzidenz und Mortalität an diesem Krebs deutlich zurückgegangen. Dennoch beteiligen sich nicht alle Frauen an der Früherkennung.

In der “Protection by Offering HPV Testing on self-sampled Cervicovaginal specimens Trial” oder PROHTECT-Studie wurde untersucht, ob Frauen, die der Einladung des Frauenarztes nicht folgen, für einen Selbsttest gewonnen werden können.

Die Gruppe um Chris Meijer vom VU University Medical Centre in Amsterdam verschickte deshalb an 27.792 Frauen, die auch auf eine zweite Einladung nicht geantwortet hatten, einen Selbsttest: Der DelphiScreener ermöglicht den Frauen eine Lavage der oberen Vagina, deren Ergebnis sie an das Labor schicken können. Eine kleine Gruppe von 281 Frauen bildete die Kontrollgruppe. Diese erhielten eine weitere Einladung zur ärztlichen Untersuchung.

Immerhin 26 Prozent der Frauen führten den Selbsttest durch, während nur 16 Prozent in der Kontrollgruppe auf die neuerliche Einladung reagierte. Bei den Selbsttesterinnen wurden 99 (1,3 Prozent) CIN-II und 76 (1,0 Prozent) CIN-III-Läsionen gefunden.

Etwa doppelt so hoch war die Rate bei den Frauen, die vor dem Selbsttest bereits eine Einladung ignoriert hatten, das war in etwa die Hälfte der Frauen. Laut Meijer werden heute die meisten Zervixkarzinome bei Frauen entdeckt, die nicht am Screening teilgenommen hatten. Der Selbsttest sei deshalb eine Möglichkeit, die Effektivität des Screenings zu verbessern.

In den Niederlanden nehmen derzeit 65 Prozent am Screening teil. Mit der Versendung der Tests könnte die Rate auf etwas über 70 Prozent gesteigert werden, rechnet Meijer vor. © rme/aerzteblatt.de

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