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Informationssystem verringert Arzneimittel-Komplikationen deutlich

Montag, 15. März 2010

Heidelberg – Eine kürzlich im Journal für Intensiv Care Medicine (2010;36(4) 665-672) veröffentlichte Studie kann zeigen, dass ein elektronisches Informationssystem die Komplikationsrate durch Arzneimittel-Interaktionen deutliche senken kann.

Dabei wiesen die Autoren unter der Leitung von Thilo Bertsche nach, dass nach einer systematischen Prüfung der verschiedenen Medikamente eines Patienten klinische Auswirkungen besser zu vermeiden waren.

Die Arbeit berücksichtigte 265 intensivpflichtige Patienten, denen mindestens acht Medikamente verabreicht wurden. Nach Eingabe der Medikamentennamen in das System konnten die Ärzte ein Protokoll ausdrucken, welches sie über die möglichen Wechselwirkungen der angewandten Medikamente informierte und zudem noch Empfehlungen für das weitere Vorgehen enthielt.

Dadurch konnten sie besonders die schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Herzrhythmus- oder Elektrolytstörungen besser erkennen und behandeln. Die Nebenwirkungen reduzierten sich so um bis zu 80 Prozent.

Mit steigender Anzahl der auf dem Arzneimittelmarkt verfügbaren Medikamente wird es selbst für erfahrene Ärzte immer schwieriger, Wechselwirkungen, Kontraindikationen und Anwendungsbeschränkungen möglichst fehlerfrei zu berücksichtigen, hieß es aus der Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

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