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Medizin

Hörschwäche entsteht nach einer Fehlanpassung des Gehirns

Montag, 15. März 2010

Nashville – Anhaltende Hörschwächen, die auf Erkrankungen des Hörsystems während der Kindheit beruhen, werden laut einer neuen Studie in Neuron (doi:10.1016/j.neuron.2010.02.019) durch fehlende Hirnstimulation verursacht.

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Der auditive Kortex ist demzufolge anfällig für dauerhafte Schäden, wenn er nicht zur rechten Zeit angeregt wird. Die Studie geht auf Untersuchungen der Vanderbilt University School of Medicine in Tenessee und der Massachusetts Eye and Ear Infirmary zurück.

Die Arbeitsgruppe um Daniel Polley und Maria Popescu untersuchte kindliche, jugendliche und erwachsene Ratten. Dabei schalteten sie zunächst die Hörfähigkeit eines Ohres aus, um später zu untersuchen, wie diese Blockade die Hörrinde des Gehirns beeinflusst.

Sie konnten feststellen, dass sich der auditive Kortex besonders bei den kindlichen Ratten schlecht an die Schädigungen adaptierte. Im Vergleich zum intakten Ohr rehabilitierte sich die geschädigte Hörbahn wesentlich schlechter als die gesunde.

Die Wissenschaftler vergleichen ihre Erkenntnisse mit der Entwicklung der Amblyopie, einer Sehschwäche. Dort kommt es während kritischer Phase der kindlichen Hirnentwicklung zu Fehlentwicklungen, wonach das Auge später fehlerhafte oder keine Signale mehr zum Gehirn senden kann. © hil/aerzteblatt.de

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