Versorgungszentren gegen Verlängerung der Fallzählung
Montag, 15. März 2010
Berlin – Der Bundesverband Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung (BMVZ) kritisiert, dass Krankenkassen und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die ursprünglich bis Ende März begrenzte Behandlungsfallzählung „stillschweigend“ bis Ende Juni verlängert haben. Laut BMVZ benachteiligt die derzeitige Honorarsystematik Gemeinschaftspraxen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ).
Anzeige
Begründet werde die Verlängerung von KBV und Kassen damit, dass eine Umstellung der Honorarsystematik zum 1. April zeitlich nicht mehr möglich sei. Dies Argument lässt der BMVZ nicht gelten. Er wirft KBV und Kassen eine bewusste Verzögerungstaktik der Umstellung vor. Schließlich habe die KBV die für eine Prüfung benötigten Daten dem Institut des Bewertungsausschusses für weitergehende Analysen bereits bis Ende November 2009 zur Verfügung stellen sollen.
„Die Begründung der KBV, sie habe wegen technischer Schwierigkeiten in den regionalen KVen die Daten nicht rechtzeitig liefern können, scheint kaum stichhaltig“, so der BMVZ. Der BMVZ habe bereits im Sommer 2009 eigene Stichprobenerhebungen von RLV-Bescheiden und Fallzahlentwicklungen für MVZ und Gemeinschaftspraxen durchgeführt. „Darin wird belegt, dass die Umstellung der Fallzahlzählung genau jene Versorgungseinrichtungen schädigt, die in hohem Maße arztübergreifend für ihre Patienten zusammenarbeiten“, verweist der Verband.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.