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Prä-Diabetes: Glinide oder Sartane beugen kardialen Komplikationen nicht vor

Montag, 15. März 2010

Oxford – Für Patienten mit Prädiabetes gibt es weiterhin keine Alternative zu einer Änderung des Lebensstils. In einer Interventionsstudie war weder die Behandlung mit dem oralen Antidiabetikum Nateglinid noch mit dem Antihypertonikum Valsartan in der Lage, die Rate von kardiovaskulären Komplikationen zu senken. Valsartan hatte allerdings eine, wenn auch geringe präventive Wirkung gegen eine Neumanifestation eines Diabetes.

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Das einzige Medikament, das einem Typ-2-Diabetes mellitus vorbeugen kann, ist Metformin. Im Diabetes Prevention Program senkte es bei Prädiabetikern die Rate von Diabetes-Neuerkrankungen um 18 Prozent innerhalb von zehn Jahren (Lancet 2009; 374: 1677-1686).

Es war damit einer Änderung des Lebensstils deutlich unterlegen, die im gleichen Zeitraum die Inzidenz um 34 Prozent senkte. Die Änderung des Lebensstils schmeckt aber vielen Menschen nicht, die eine Tablette vorziehen, die sie im Fall von Nateglinid allerdings dreimal täglich einnehmen müssten.

ateglinid steigert nach den Mahlzeiten die Insulinausschüttung. Die postprandialen Blutzuckerspitzen werden gesenkt, und dies erscheint auch vielen Diabetologen ein interessanter Ansatzpunkt zur Prävention des Typ-2-Diabetes mellitus und seiner kardiovaskulären Folgekrankheiten zu sein.

Der Hersteller Novartis ließ dies in einer großen Interventionsstudie (Nateglinide and Valsartan in Impaired Glucose Tolerance Outcomes Research oder Navigator) an mehr als 9.000 Patienten mit einer pathologischen oralen Glukosetoleranz prüfen.

In einem 2x2-Design wurde außerdem die Wirkung des Angiotensinrezeptorblockers (ARB) Valsartan untersucht, der in früheren Studien bei Typ-2-Diabetikern kardiovaskulären Ereignissen vorgebeugt hatte. Doch bei Prädiabetikern wurden in der aktuellen Studie hier keine günstigen Auswirkungen erzielt, wie jetzt auf der Jahrestagung des American College of Cardiology in Atlanta mitgeteilt wurde.

Die beiden Publikationen im New England Journal of Medicine (2010 (10.1056/NEJMoa1001121 und 2) zeigen im Verlauf von 5 Jahren keine Verminderung im Composite-Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz – und dies obwohl ein Viertel der Patienten beide Wirkstoffe eingenommen hatten.

Anders als Metformin im Diabetes Prevention Program war Nateglinid nicht in der Lage, die Rate von Neuerkrankungen am Diabetes zu vermindern. Überraschenderweise zeigte aber Valsartan Wirkung. Unter der Therapie mit dem ARB erkrankten im Verlauf von 5 Jahren 33,1 Prozent an einem Typ-2-Diabetes mellitus. Im Placebo-Arm waren es 36,8 Prozent. Das ergibt eine Hazard Ratio von 0,86, die bei einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,80 bis 0,92 signifikant ausfiel.

Ob sie allerdings ausreicht, um die Zulassungsbehörden von einer Ausweitung der Indikation zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Der Hersteller, der erhebliche Mittel in die Durchführung der Studie investiert haben dürfte, kündigte in der Pressemitteilung an, einen Antrag bei der FDA stellen zu wollen. © rme/aerzteblatt.de

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Thelber
am Montag, 15. März 2010, 21:46

Tja - mal wieder ...

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