Norbert Lammert (CDU) und Reinhold Robbe (SPD) bei der Übergabe des Wehrberichtes /ddp
Berlin – Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, hat seinen Jahresbericht vorgelegt. Der SPD-Politiker übergab das Schriftstück am Dienstag an den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert. Dem Bericht zufolge gibt es bei der Bundeswehr erhebliche Missstände und Mängel – insbesondere beim Sanitätsdienst. „Die Realität in den deutschen Streitkräften ist gekennzeichnet durch unübersichtliche Führungsverantwortung, zu viel überflüssige Bürokratie, Reibungsverluste hervorgerufen durch die Trennung von Truppe und Truppenverwaltung sowie veraltete Personal- und Materialplanung“, sagte Robbe zum Abschluss seiner fünfjährigen Amtszeit.
Beim zentralen Sanitätsdienst habe sich die Situation in den vergangenen Jahren „dramatisch verschlechtert“. Zunehmender Personalmangel und Arbeitsüberlastung kennzeichneten die Lage im Inland. Eine gute medizinische Versorgung der Soldaten könne hier nur noch mit Hilfe ziviler Ressourcen sichergestellt werden. Bei Auslandseinsätzen fehlten ausreichend Rettungsmediziner, Chirurgen und Anästhesisten. Personalengpässe gebe es auch bei der Augenheilkunde und den Zahnärzten.
Nach Robbes Angaben fehlen der Bundeswehr derzeit 600 Ärzte – bei rund 3.000 Dienstposten insgesamt. „In der Truppe“, so lautet das vernichtende Urteil im Jahresbericht, „hört man oft die resignierende Feststellung: Die Zahl der Einsätze steigt, die der Bundeswehrärzte sinkt.“ Und mit sinkender Sanitätsversorgung sinkt auch die Moral der Truppe, sagt Robbe.
Ein erschreckendes Beispiel dieser Mischung aus Gedankenlosigkeit und mangelnder Verantwortung ist für den Wehrbeauftragten der Fall eines 25-jährigen Stabsgefreiten, der 2009 im nordafghanischen Kundus verwundet wurde. Neben Splitterverletzungen wies er großflächige Brandwunden an den Beinen auf. Während vor Ort die Rettungskette hervorragend funktionierte – von der Erstversorgung im Feldlazarett bis zum Rücktransport nach Deutschland – konnte der Mann nicht wie üblich im Zentralkrankenhaus in Koblenz weiter behandelt werden, „weil man dort die Abteilung für Schwerstbrandverletzungen wegen Ärztemangels geschlossen hatte“.
In diesem Fall kommt laut Robbe noch eine nicht mehr nachvollziehbare, „unsensible Ministerialbürokratie“ hinzu. Da der Soldat wegen seiner Verwundung nicht den ganzen Monat im Auslandseinsatz war, forderte die Wehrverwaltung den zu viel ausbezahlten Auslandsverwendungszuschlag zurück, der zum Ausgleich für eine erhöhte Gefährdung gezahlt wird. Der Mann wurde dann mit Ablauf der verlängerten Dienstzeit aus der Bundeswehr entlassen.
Robbes Fazit: „Der Fall macht deutlich, dass die Soldaten besonders im vergangenen Jahr und speziell in Kundus jeden Tag vor Augen haben, wie sich Einsatz und kriegsähnliche Szenarien auswirken können. Die Bundeswehrführung ist nach meiner Bewertung jedoch mit Blick auf die Fürsorgepflicht gegenüber den Soldatinnen und Soldaten noch nicht in der Einsatzrealität angekommen.“
In seinem Bericht benennt Robbe nicht nur die Mängel in der Sanitätsversorgung. Er macht dafür erstmals auch personell den Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generaloberstabsarzt Kurt-Bernhard Nakath, verantwortlich.
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...also ich finde du tust dem herrn minister unrecht! der macht nun wirklich mehr als sprueche klopfen! bei der ulla wusste ich nie woran ich war, dummheit oder inkompetenz...aber unser philip hat zumindest immer ein ohr fuer die pharma lobby und vertritt schoen die interessen der pharmaindustrie. wer weiss, vielleicht kommt da bald mehr...
Liebt er sein Vaterland und will ihm dienen, dann sollte er unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen!!! Na ja, zumindest ist das mit der Verteidigung den Unsinn, den wir mindestens 1 mal im Monat von Regierungsstellen präsentiert bekommen, wobei sich mir der Sinn nicht so recht erschliesst. Ausserdem ist es ja viel schöner und ungefährlicher im Deutschen Bundestag ein Nickerchen zu halten und ein paar nette Sprüche zu reissen. Ausserdem kann man mit ein paar Vorträgen über Dinge von denen man keine Ahnung hat, sehr gutes Geld verdienen. Also wieder nix mit dem Vaterland.
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