Neuer Ansatz für die Behandlung der spinalen Muskelatrophie
Mittwoch, 17. März 2010
Ottawa – Ein Enzym namens RhoA ist bei an spinaler
Muskelatrophie erkrankten Mäusen übermäßig aktiv und bietet mögliche Ansätze
für neue Therapien. Das veröffentlichten Wissenschaftler der Universität Ottawa
unter der Leitung von Rashmi Kothary in der Zeitschrift Human Molecular Genetics
(doi:10.1093/hmg/ddq021). Bereits vor einigen Jahren fand das Forscherteam
heraus, dass dieses Enzym für die Struktur befallener Nervenzellen wichtig ist.
In diesem Experiment verwendeten sie ein bereits lange
bekanntes Präparat, welches das Enzym RhoA blockiert. Dieses verabreichten sie
Mäusen unterschiedlichen Alters und konnten feststellen, dass solche mit einer
hohen Präparate-Dosis signifikant länger überlebten als die Kontrollgruppen mit
niedrigerer Dosis oder Placebos. Bisherige Ansätze zur Behandlung der spinalen
Muskelatrophie zielten eher auf den Ersatz des defekten Gens oder der
geschädigten Nervenzellen ab.
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