Tiefe Hirnstimulation hilft bei Eisenspeicher-Erkrankung
Dienstag, 16. März 2010
Köln – Die tiefen Hirnstimulation ist eine Therapieoption bei Patienten mit einer Eisenspeichererkrankung (Neurodegeneration with Brain Iron Accumulation, NBIA). Sie kann die Lebensqualität der Betroffenen um bis zu 83 Prozent verbessern. Zu diesen Erkenntnissen gelangten Forscher um Lars Timmermann von der Universität Köln. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Brain (doi:10.1093/brain/awq022).
„Die seltene Erkrankung NBIA ist eine schwere, häufig sehr schmerzhafte Bewegungsstörung, die zwar Menschen jeden Alters treffen kann, an der jedoch vorwiegend Kinder erkranken", erklärte Timmermann. Bei dieser Form der schweren Dystonie kommt es zu Eisenablagerungen im Gehirn, meist aufgrund eines Stoffwechseldefekts. Diese Ablagerungen führen zum Absterben von Gehirnzellen und als Folge zum Verlust motorischer Fähigkeiten. Bislang war nicht klar, inwieweit die tiefe Stimulation als Therapieoption sinnvoll ist.
Die Wissenschaftler sammelten im Rahmen ihres Forschungsprojekts weltweit Informationen zu 23 Fällen dieser Dystonieform, um die therapeutischen Erfolge der tiefen Hirnstimulation zu messen.
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