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Lippenaugmentation: „Sternocleido” statt Kollagen

Dienstag, 16. März 2010

Naples/Florida – „Aufspritzungen“ der Lippen mit Kollagen könnten bald der Vergangenheit angehören. Eine beständigere Augmentation verspricht, wenn auch unter einem höheren operativen Aufwand, ein Verfahren, das Schönheitschirurgen in den Archives of Facial Plastic Surgery (2010; 12: 97-102) vorstellen.

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Für Anurag Agarwal aus Naples in Florida gibt es keinen Zweifel daran, dass die altersbedingte Atrophie der Lippen viele Frauen (und vielleicht auch Männer) unglücklich macht. Schon immer hätten Frauen (und vereinzelt auch Männer) versucht, durch farbige Aufträge das Zinnober der Lippen mehr zur Geltung zu bringen. Und inzwischen sei es sogar wissenschaftlich belegt, dass Fotomodels einfach vollere Lippen haben als beispielsweise das weibliche Klinikpersonal (Angle Orthodontist 2004; 74: 162-6).

Das könnte vielleicht auch an den Behandlungen liegen, die Schönheitschirurgen seit vielen Jahren anbieten und die von Models gerne angenommen werden (es sei denn, man überlässt diese Aufgabe der Nachbearbeitung am Computer). Doch ob die Fülle nun mit Kollagen, Hyaluronsäure oder Eigenfett erzeugt wird, der ersehnte Schmollmund hat immer nur vorübergehend Bestand und nach wenigen Monaten muss die schmerzhafte Prozedur wiederholt werden.

Langlebiger ist da die Transplantation von Teilen des Musculus sternocleidomastoideus (samt darüber liegender Faszie), die Agarwal von der Hinterseite im oberen Abschnitt in der Nähe des Mastoids entfernt. Dazu ist ein Hautschnitt notwendig, weshalb sich der Eingriff vor allem im Rahmen eines Faceliftings (zervikofaziale Rhytidektomie) anbietet. Die beiden Transplantate, je nach Mundbreite etwa sieben Zentimeter, werden dann in einem stumpf präparierten Tunnel in Ober- und Unterlippe verlegt und fixiert.

Das Ergebnis ist – wenn die Operation gelingt – perfekt und fühlt sich, wie Agarwal seine Kundinnen (oder auch Kunden) zitiert, einfach besser an. Sofern in der Behandlungsserie von 25 Patienten seiner Klinik keine weniger guten Ergebnisse unterschlagen wurden, was nicht unterstellt werden soll, können sich die Ergebnisse sehen lassen. Der sichtbare Teil des Lippenrots wurde um 20 bis 24 Prozent vergrößert und die Lippen ragen um 0,9 bis 0,99 Millimeter weiter nach vorne. Allerdings sei eine Wartezeit von etwa einem Monat erforderlich. Dann allerdings sei die Lippenaugmentation anders als nach den „Unterspritzungen” von Dauer. Die Operationen liegen bei seinen Patientinnen indes erst im Durchschnitt ein Jahr zurück, so dass abzuwarten ist, ob die transplantierten Muskelfasern nicht doch einer fortgesetzten Atrophie unterliegen werden. Zu hoffen bleibt, dass der Musculus sternocleidomastoideus nicht in seiner Funktion beeinträchtigt wird. © rme/aerzteblatt.de

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Thelber
am Dienstag, 16. März 2010, 23:18

Naja ....

ich sage immer: Falten sind nicht sooo schlimm, solange es sich um Lachfalten halten ....

Wie wäre es, den Bizeps in die Lippen zu verpflanzen und damit die Freuden der Männer zu vervielfältigen .... Was man mit so einem Lippenbizeps alles anstellen könnte .... Am Ende sähe man dann die für teures Geld her gerichteten Zähne nicht ....

Naja, so ganz ernst meinte ich das natürlich nicht.

Ist das eigentlich ethisch vertretbare Medizin ?
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