Laumann: Honorarproblem muss im System gelöst werden
Donnerstag, 18. März 2010
Karl-Josef Laumann /dpa
Düsseldorf – Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat klargestellt, dass keine Steuermittel eingesetzt werden, um die Honorarprobleme der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu entschärfen.
Das sei Sache der gesetzlichen Krankenversicherung, betonte der Minister bei einer gesundheitspolitischen Diskussionsrunde mit Vertretern der Heil- und Gesundheitsberufe am Mittwochabend in Düsseldorf, zu der die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein geladen hatte. „Dieses Problem muss im System selbst gelöst werden“, erklärte Laumann.
Er sagte den Ärzten jedoch seine volle Unterstützung im Kampf um eine gerechtere Honorierung ihrer Leistungen zu. Die Schuld für die aktuelle Misere wies er dabei den Verantwortlichen auf der Bundesebene im Bewertungsausschuss und im Erweiterten Bewertungsausschuss zu, die die Honorarreform im Jahr 2008 beschlossen hatten.
Deren Folge sei, dass die niedergelassenen Ärzte in Nordrhein-Westfalen inzwischen im Vergleich der KVen mit am schlechtesten bezahlt würden. Dabei standen im vergangenen Jahr bundesweit rund 3,4 Milliarden Euro mehr für die ärztlichen Honorare zur Verfügung als 2007.
„Ich hätte mir im Traum nicht vorstellen können, dass die Selbstverwaltung der Ärzte das Geld dazu nutzt, die Schere der Honorare noch weiter auseinanderzutreiben“, kritisierte der Minister. Ein erstes Gespräch in dieser Sache mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler war ohne Ergebnis verlaufen. Dieser will sich aber Laumann zufolge bis Mitte April einen Überblick über die bundesweite Honorarentwicklung verschaffen.
Die Ärzte in der KV Nordrhein fühlen sich durch die jüngste Honorarreform benachteiligt. Das Dilemma dort: Basis für die Berechnung der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung nach der Reform des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) waren die abgerechneten Leistungen des Jahres 2007. Die Leistungsmenge war in der KV Nordrhein streng begrenzt, dafür gab es einen relativ hohen Punktwert.
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Jeder jammert dort, wo ihm was fehlt. Wer mehr bekommt, der hält brav still und freut sich im geheimen ...
Nur eines ist ganz sicher klar: Es gab Verlierer und Gewinner in diesem Spiel mit dem Geld der Versicherten ....
Ich staune immer wieder, wie viel Geld wir Ärzte durch unsere Unterschrift durch unsere Hände rieseln lassen. Sei es physikalische Therapie, Medikamente auf (industriegesponsert) hohem Niveau, High-Tech-Maschinen wie CT, MRT, ... in meines Erachtens zu hoher Zahl. Hat schon einmal jemand nach gesehen, wie viel Leid ein zusätzlich installiertes MRT lindert und wie hier die NNT aussieht ? Wohl kaum. Inzwischen wird ja bald jede Sprunggelenkszerrung mittels MRT untersucht ...
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