Düsseldorf – Mediziner der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf haben erstmals einer 34-jährigen Patientin erfolgreich ein „Mini-Kunstherz“ implantiert.
Die kleine Pumpe soll die Herzfunktion der Patientin langfristig unterstützen und erlaubt ihr so auch ohne Herztransplantation ein selbstständiges Leben. Das Herz der Patientin war nach einem großen Herzinfarkt stark geschädigt und daher nicht mehr in der Lage, ausreichend Blut in den Körper zu pumpen.
„Eine Herztransplantation, die immer eine gewisse Wartezeit mit sich bringt, kam für die Patientin aufgrund der akuten Handlungsnotwendigkeit zunächst nicht in Betracht“, erklärt Artur Lichtenberg, Direktor der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie.
Deshalb setzen die Kardiologen ein „Mini-Kunstherz“ ein, bei dem eine Mini-Pumpe das Blut aus der Herzspitze absaugt und es direkt in die Hauptschlagader pumpt. Damit erreichten die Mediziner, dass die geschädigte linke Herzkammer der Patientin umgangen wird, und die rechte Herzhälfte weiterhin selbstständig arbeitet.
„Das verwendete Kunstherz ist den Vorläufermodellen in vielen Punkten überlegen“, so Lichtenberg. Wenn keine Probleme aufträten, könne das Mini-Kunstherz nach schweren Herzinfarkten oder bei Herzschwäche als dauerhafte Alternative eingesetzt werden.
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