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Kindheitserfahrungen können die Zellalterung fördern

Montag, 22. März 2010

Philadelphia – Erwachsene, die in ihrer Kindheit physischen oder emotionalen Missbrauch erfuhren, zeigen ein beschleunigtes zelluläres Altern. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Audrey Tyrka von der Brown University. Ihre Ergebnisse publizierten sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Biological Psychiatry (doi:10.1016/j.biopsych.2009.08.014).

Das Zellaltern ist unter anderem gekennzeichnet durch die Kürzung von Telomeren, den DNA-Kappen am Ende von Chromosomen, die die Zellstabilität fördern. Die Telomerlänge ist ein Maß des biologischen Alters, da Telomere mit jeder Zellteilung kürzer werden. Kurze Telomere treten unter anderem mit Alters-Erkrankungen auf, wie kardiovaskulären Krankheiten und Tumoren.

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Stress und Traumen, wie Kindheitsmissbrauch und Vernachlässigung, sind bekannte Risikofaktoren für verschiedene medizinische und psychiatrische Erkrankungen. Die Wissenschaftler untersuchten die DNA von gesunden Erwachsenen mit schlechten Kindheitserfahrungen und entdeckten, dass diese kürzere Telomere aufwiesen als die DNA von Nichtbetroffenen.

Tyrka erklärte: „Die Ergebnisse deuten die Möglichkeit an, dass frühe Entwicklungserfahrungen starke Einflüsse auf die Biologie haben können, die Zellmechanismen basal beeinflussen und sogar zu beschleunigter Alterung führen können." Die Studie illustriere einen neuen Weg, wie frühe Kindheitstraumen biologische Zeichen bei den Betroffenen hinterlassen könnten, so die Forscher. © hil/aerzteblatt.de

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