Genmutationen und Radiation erhöhen Risiko von erneutem Brustkrebs
Montag, 22. März 2010
New York – Veränderungen des Ataxie-Teleangiektasie-Mutierten-(ATM-)-Gens in Kombination mit einer Strahlentherapie können die Gefahr, einen zweiten Tumor in der contralateralen Brust zu erleiden, erhöhen.
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Diese Erkenntnisse gewannen Forscher um Jonine Bernstein von dem Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Journal of the National Cancer Institute (doi:10.1093/jnci/djq055).
Brustkrebs-Überlebende haben ein erhöhtes Risiko, einen zweiten Tumorherd in der contralateralen Brust zu entwickeln. Bereits bekannt war, dass das ATM-Gen eine Rolle bei der zellulären Antwort auf den DNA-Schaden spielt, der durch ionisierende Strahlung hervorgerufen wird. Es war allerdings unklar, ob Frauen, die ATM Veränderungen tragen, für durch Strahlung hervorgerufenen Brustkrebs besonders empfindlich sind.
Die Forscher verglichen aktuell ATM-Veränderungen bei Frauen, die einen zweiten Krebs in der contralateralen Brust entwickelt hatten mit Frauen, die nur an einem einzigen Brustkrebsherd litten. Sie untersuchten 708 Frauen mit contralateralem Tumor und 1.397 Kontrollpersonen, die zwar keinen weiteren Tumor bekamen, aber den Erkrankten in anderer Hinsicht, wie Alter und Rasse glichen.
Dabei stellten sie fest, dass Frauen, die bestimmte ATM Veränderungen trugen und eine Strahlentherapie erhielten, in höherer Gefahr schwebten, an contralateralem Brustkrebs zu erkranken, als Frauen ohne Mutationen und ohne Radiation.
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