Seattle – Männer, denen in Kinderwunschzentren eine Infertilität bescheinigt wurde, erkrankten einer Fall-Kontroll-Studie in Cancer (2010; doi: 10.1002/cncr.25075) zufolge später signifikant häufiger an einem aggressiven Prostatakrebs. Die Autoren raten diesen Männern deshalb zur Früherkennung.
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Ein Zusammenhang zwischen einer männlichen Unfruchtbarbeit und einem Prostatakarzinom ist nach Auskunft der American Cancer Society schon in früheren Studien vermutet worden. Die Ergebnisse waren jedoch uneinheitlich. Es gab sogar Untersuchungen, in denen eine hohe Kinderzahl mit einem niedrigeren Risiko assoziiert war.
Die Zahl der Kinder sagt allerdings nicht unbedingt etwas über die Fruchtbarkeit aus, weshalb Thomas Walsh von der Universität in Seattle und Mitarbeiter die Daten von 22.562 Männern ausgewertet hat, die sich mit den Ehepartnern zwischen 1967 und 1998 mit einem Kinderwunsch an eines von 15 Behandlungszentren in Kalifornien gewendet hatten. Er fand insgesamt 168 Männer, die später an einem Prostatakarzinom erkrankt waren. Diese Zahl unterschied sich nur wenig von der zu erwartenden Anzahl von 185 Prostatakrebsen in dieser Kohorte.
Doch unter den Männern, denen eine männliche Infertilität als Ursache für die Kinderlosigkeit bescheinigt wurde, kam es 2,6-fach häufiger zu aggressiven “high-grade”-Tumoren. Walsh rät diesen Männern deshalb zu einer Früherkennung mit dem PSA-Test.
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