Darmstadt – Die Entwicklung einer Enzephalitis bei einem Studienteilnehmer hat den Darmstädter Pharmakonzern Merck bewogen, sämtliche Studien zu dem Krebsimpfstoff Stimuvax® auszusetzen.
Stimuvax gehört zu einer Reihe von Krebsvakzinen, die derzeit in der Entwicklung sind. Sie enthalten Antigene, die auch die Tumorzellen auf ihrer Oberfläche tragen. Sie sollen die Aufmerksamkeit der zytotoxischen T-Zellen auf den Tumor lenken, um den Krebs durch eine Attacke der Immunabwehr zu zerstören.
Stimuvax besteht auf einem Liposom, in das Kurzpeptide eingebaut sind, die Ähnlichkeit zu Mucin 1 haben. Mucin 1 wird von vielen epithelialen Tumoren und von Zellen des multiplen Myeloms exprimiert. An einem multiplen Myelom litt auch ein Patient, der im Rahmen einer explorativen Phase II-Studie mit Stimuvax in Kombination mit niedrigdosiertem Zyklophosphamid behandelt wurde. Er entwickelte eine schwere Enzephalitis, deren Ursache jetzt genau geklärt werden soll.
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Die Nachricht sorgte in der Wirtschaftspresse für Aufsehen, wo Stimuvax – vielleicht etwas voreilig – als möglicher neuer Blockbuster in der Krebstherapie gehandelt wird.
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