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Genregulation ist wichtig für die Individualität

Dienstag, 23. März 2010

Heidelberg/Stanford – Menschen sind nicht nur allein wegen ihrer Gene verschieden, sondern auch aufgrund der Regulation ihrer Gene. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Jan Korbel (Heidelberg) und Michael Snyder (Stanford) verglichen erstmals komplette menschliche Genome miteinander und stellten Unterschiede an nicht kodierenden DNA-Abschnitten fest. Diese Studie wurde vom European Molecular Biology Laboratory vorgenommen und im Journal Science (DOI: 10.1126/science.1183621) veröffentlicht.

Seitdem das menschliche Genom 2001 entschlüsselt werden konnte, liegt die Frage nahe, was genau einen Menschen individuell macht. Laut den Forschern des EMBL kommt den nicht-kodierenden Sequenzen im Erbgut eine Schlüsselrolle zu. Sie dienen regulatorischen Proteinen, wie Transkriptionsfaktoren, als eine Art Anker, an denen diese anhaften.

Wie sehr die Proteine an den DNA-Abschnitten haften, entscheidet maßgeblich über deren Funktion. Dabei kommt es auch zu Interaktionen zwischen verschiedenen Regulatorproteinen, wenn zum Beispiel ein Protein die Funktion eines in der Nähe angehafteten Proteins beeinflusst.

Darüber könnte dieser Ansatz erklären, warum Patienten mit genetisch bedingten Krankheiten unterschiedliche Ausprägungen zeigen. So kann beispielsweise das Gen ORMDL-3, welches beim kindlichen Asthma eine ursächliche Rolle spielt, von Mensch zu Mensch unterschiedlich reguliert werden. © hil/aerzteblatt.de

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