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Medizin

Röntgenaufnahmen übersehen viele Beckenfrakturen

Mittwoch, 24. März 2010

Durham/North Carolina – Konventionelle Röntgenaufnahmen können bei Traumapatienten Knochenverletzungen von Becken oder Hüfte nicht sicher ausschließen. In einer retrospektiven Studie im American Journal of Roentgenology (2010; 194: 1054-1060) wurde ein Drittel aller Frakturen übersehen.

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Die Studie umfasst 92 Patienten einer Notfallaufnahme der Duke Universität in Durham/North Carolina, die über Schmerzen im Bereich von Hüfte oder Becken klagten. Bei allen wurde zunächst eine konventionelle radiologische Diagnostik durchgeführt. Zwei Radiologen konnten bei 13 dieser Patienten keine Fraktur entdecken, doch die folgende kernspintomographische Bildgebung ergab, dass bei 13 dieser Patienten 23 Frakturen vorlagen.

Umgekehrt konnte die kernspintomographische Diagnose den Verdacht einer Fraktur, der aufgrund der Röntgenaufnahmen geäußert wurde, bei 11 Patienten nicht bestätigen. Und bei den anderen Patienten mit Frakturen im Röntgenbild wurden auf den kernspintomographischen Aufnahmen 12 weitere Beckenfrakturen entdeckt. Die Autoren um Charles Spritzer raten deshalb, bei einem begründeten Verdacht auf eine Fraktur im Becken- oder Hüftbereich stets eine Kernspintomographie durchzuführen. © rme/aerzteblatt.de

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