Atlanta – In den USA wurden im Jahr 2007 insgesamt 32 Prozent aller Neugeborenen per Kaiserschnitt entbunden und damit doppelt so viele wie ein Jahrzehnt zuvor. Die Gründe sind vielfältig, wie einer Analyse der Centers for Disease Control and Prevention zu entnehmen ist.
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Die USA sind keineswegs das Land mit der höchsten Rate an Sectiones. In wohlhabenden Gegenden Chinas ist jede zweite Geburt ein Kaiserschnitt, in Regionen Lateinamerikas sind es mehr als 40 Prozent.
Dass vor allem US-Amerikanerinnen hispanischer Herkunft diese Art der Entbindung wünschen, ist allerdings falsch, wie die jetzt von den Centers for Disease Control and Prevention vorgestellten Zahlen zeigen. Am höchsten ist die Rate unter Afroamerikanerinnen (34 Prozent), gefolgt von Amerikanerinnen europäischer Herkunft (32 Prozent). Erst dann folgen Asiatinnen (31 Prozent) und „Hispanics” (30 Prozent).
Auch Frühgeburten erklären das Phänomen nicht. Den größten Anstieg gab es bei Frauen mit einer normalen Gestationsdauer. Ein wichtiger Faktor ist dagegen das zunehmende Alter der Gebärenden. Bei über 40-Jährigen liegt die Rate der Schnittentbindungen in den USA bei 48 Prozent.
Ein weiterer Grund ergibt sich aus einer Umfrage, die das American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) im letzten Jahr veröffentlichte. 63 Prozent der US-Gynäkologen gaben an, dass die Angst vor Schadenersatzklagen ihr medizinisches Handeln beeinflusse.
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