Berlin – Statt mit der Schweinegrippe wurden die Versicherten der Betriebskrankenkassen (BKK) zu Jahresbeginn vor allem durch Verletzungen geplagt. Die Krankenkasse verzeichnete eine Vielzahl von Unfällen durch Glätte, wie der BKK Bundesverband am Freitag in Berlin mitteilte. Der Anteil von Verletzungen an allen Krankentagen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent. Besonders hoch fiel der Anstieg in Bremen (plus 6,2 Prozent), Hamburg (plus 5,4 Prozent) und Berlin (plus 3,8 Prozent) aus.
Auffällig war im Januar und Februar der ungewöhnlich niedrige Anteil an Atemwegserkrankungen. Im Januar hätten Erkältungskrankheiten fast die Hälfte und im Februar etwa ein Viertel weniger Krankheitstage als 2009 verursacht. Insgesamt hätten angestellte BKK-Versicherte mit Atemwegserkrankungen in beiden Monaten 1,75 Tage weniger gefehlt.
Die mit rund elf Prozent höchste Steigerungsrate wurde im Januar und Februar unverändert bei psychischen Leiden verzeichnet. Mittlerweile ist den Angaben zufolge jede zehnte Krankschreibung auf psychische Ursachen zurückzuführen. Vor rund 30 Jahren hätten derartige Diagnosen gerade einmal zwei Prozent aller Krankentage verursacht.
Insgesamt befand sich der BKK-Krankenstand den Angaben zufolge im Januar und Februar auf einem etwas niedrigeren Niveau als im Vorjahreszeitraum. Der Krankenstand erhöhte sich 2009 leicht von 3,9 Prozent auf 4 Prozent. Im vergangenen Jahr ergaben sich 14 Krankentage, knapp ein halber Tag mehr als 2008.
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