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| ddp |
Die Spirochäte Borrelia burgdorferi wird durch Zecken übertragen, doch nur drei Viertel aller Infizierten kann sich an einen Zeckenbiss erinnern, berichtet Privatdozentin Gabriele Poggensee vom Robert-Koch-Institut in Berlin.
Mehr als 99 Prozent der Patienten bemerken die Infektion an dem sich vergrößernden, rötlichen oder bläulich-roten, rundlichen Fleck, oft mit zentraler Abblassung, der als Erythema migrans (“Wanderröte”) Bestandteil der Falldefinition ist. Die Diagnose kann durch die Bestimmung der Immunglobuline (IgG, besser noch IgM) bestätigt werden. Dies ist allerdings nach der Falldefinition nicht erforderlich.
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Die Gesamtzahl der Erkrankungen (5.213 Fälle bis 1. Dezember) ist gegenüber 2007 (5.680 Fälle) und 2008 (5.568 Fälle) leicht gefallen. Die fehlenden Meldungen aus Dezember 2009 werden sich kaum auswirken, da die Infektionen typischerweise in den Sommermonaten auftreten.
Interessant ist die Altersverteilung. Ein erster Gipfel liegt zwischen 5 und 9 Jahren, der zweite zwischen 60 und 64 Jahren. Ob dies mit dem Freizeitverhalten und dem Aufenthalt in Wald und Garten zusammenhängt, wie zu vermuten ist, bedarf nach Ansicht der Autorin weiterer Untersuchungen.
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