Laumann kritisiert WHO und Pharmafirmen
Dienstag, 30. März 2010
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| Karl-Josef Laumann /dpa |
Bielefeld – Kurz vor dem Ende der Impfaktion gegen die Schweinegrippe hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgefordert, die Maßstäbe für die Ausrufung einer Pandemie zu ändern.
Die WHO habe die höchste Warnstufe lediglich damit begründet, dass sich die Viren der Neuen Grippe weltweit ausbreiten, sagte Laumann dem in Bielefeld erscheinenden „Westfalen-Blatt“ vom Dienstag. Der milde Verlauf der Infektionskrankheit sei dagegen nicht berücksichtigt worden, kritisierte er.
Künftig müsse die Gefährlichkeit einer Infektionskrankheit mit in die Bewertung einfließen, forderte der CDU-Politiker. Schließlich habe es bei der Schweinegrippe keine überfüllten Kliniken mit Schwerkranken gegeben. Die Impfsaison endet an diesem Mittwoch.
Laumann sagte dem Blatt, zudem hätten nach Ausrufung der Pandemie einige wenige Pharmahersteller Staaten unter Druck gesetzt, damit massenhaft teurer Impfstoff gekauft werde. Er forderte, dass sich Staaten bei der Beschaffung von Impfstoff nicht länger erpressen ließen. Serum müsse im Bedarfsfall auf dem ganz normalen Pharmamarkt zum Kauf angeboten werden. Doch bereits bei der Vogelgrippe und beim Pockenschutz habe dies nicht funktioniert. In allen drei Fällen seien die Staaten zum Kauf gezwungen worden. © ddp/aerzteblatt.de
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