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| dpa |
Es sei zu Preisnachlassen „jenseits der 90 Prozent“ gekommen. Dennoch könnten die Firmen nicht nur ihre Fixkosten ausgleichen, sondern auch Gewinne erwirtschaften, behauptete Hermann. Da die Verträge bereits vor einigen Monaten geschlossen worden seien, seien in den Apotheken ausreichend Medikamente bevorratet.
Hermann zog eine durchweg positive Bilanz der seit 2007 laufenden Rabattverträge. „Allein im laufenden Jahr werden es am Ende 520 Millionen sein, die das AOK-System weniger für Medikamente ausgeben muss“, erklärte er.
Insgesamt habe die AOK seit Beginn der Rabattverträge über eine Milliarde Euro durch Rabattverträge eingespart. Hermann widersprach auch der häufig geäußerten Kritik, Rabattverträge seien mittelstandsfeindlich: „Fast die Hälfte der Vertragspartner der vierten Staffel stammen aus dem Mittelstand. Sie können nun über die zweijährige Vertragslaufzeit verlässlich kalkulieren.“
Pharmaverbände wie Progenerika kritisieren seit Jahren, dass Rabattverträge zu einem ruinösen Preiswettbewerb zwischen den Herstellern führten und warnen vor dem Sterben insbesondere mittelständischer Pharmafirmen.
Hermann kritisierte die von der Bundesregierung in den Eckpunkten zur Arzneimittelversorgung geplante Mehrkostenregelung für den Bereich der Rabattverträge. Diese sieht vor, dass Patienten gegen eine Zuzahlung ein anderes Medikament mit dem gleichen Wirkstoff erhalten können als das, welches sie infolge der Rabattverträge eigentlich erhalten würden.
aerzteblatt.de |
Die AOK kündigte die Ausschreibung einer weiteren Vertragsstaffel für April an. Der wichtigste Wirkstoff in dieser Staffel sei Clopidogrel.
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