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Gesunde Ostereier: Schokolade schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dienstag, 30. März 2010

Potsdam – Wenn das kein Argument für ein Schokoladen-Ei (nicht nur) zu Ostern ist. Schon der regelmäßige Verzehr geringer Mengen dunkler Schokolade war in einer prospektiven Beobachtungsstudie im European Heart Journal (2010; doi: 10.1093/eurheartj/ehq068) mit einer signifikanten Reduktion des Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos assoziiert.

Die vorzugsweise in dunkler Schokolade enthaltene Kakaobutter ist reich an Flavanolen, die sich günstig auf die Elastizität der Blutgefäße und den Blutdruck auswirken. Dies haben in den letzten Jahren verschiedene klinische Kurzzeitstudien belegt.

Darunter befindet sich auch ein viel beachtetes Experiment des Pharmakologen Dirk Taubert von der Universität Köln, der seine Probanden über 18 Wochen lang täglich ein Stückchen (6,4 Gramm) einer handelsüblichen Zartbitterschokolade verzehren ließ, was den Blutdruck gegenüber einer Vergleichsgruppe um 2,9/1,9 mmHg senkte (JAMA 2007; 298: 49-60).

Allein dies würde auf Dauer, wenn die Extrapolation aus anderen Studien erlaubt ist, die Mortalität an Schlaganfällen um 8 Prozent und die an der koronaren Herzkrankheit um 5 Prozent Prozent senken, hatte Taubert damals ausgerechnet.

Doch die protektiven Wirkungen von Schokolade könnten noch günstiger sein, vermutet Brian Buijsse von der Universität Bilthoven. In einer kleineren Beobachtungsstudie an 470 Senioren hatte der Forscher vor einiger Zeit zeigen können, dass ein um 3,7 mm Hg niedrigerer systolischer Blutdruck mit einer Halbierung des kardiovaskulären Sterberisikos assoziiert ist (Archives of Internal Medicine 2006; 166: 411-7).

Jetzt konnte der Forscher zusammen mit Mitarbeitern des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke die Ergebnisse an der ungleich größeren Kohorte der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Studie überprüfen. Allein am deutschen Arm der laufenden Studie, die den Zusammenhängen zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen nachgeht, beteiligten sich 19.357 Teilnehmer.

Sie waren zu Beginn der Studie auch nach ihrem Schokoladenverzehr befragt worden. Erneut stellte sich heraus, dass Liebhaber dunkler Schokolade eher einen niedrigen Blutdruck haben. Wie in den anderen Studien war der Unterschied nicht sehr hoch.

Im oberen Quartil wurden im Durchschnitt 7,5 Gramm Schokolade am Tag verzehrt. Der systolische Blutdruck war hier um 1 mm Hg und der diastolische Blutdruck um 0,9 mm Hg niedriger als im unterem Quartil, wo am wenigsten Schokolade verzehrt wurde.

Doch in den Folgejahren entwickelten die Schoko-Liebhaber (oberes Quartil) zu fast 40 Prozent seltener Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die Teilnehmer im unteren Quartil. Das Herzinfarktrisiko war um 27 Prozent und das Schlaganfallrisiko um 48 Prozent vermindert.

Die Blutdruckunterschiede zu Beginn der Studie erklären lediglich 12 Prozent des verminderten Risikos. Flavanole scheinen demnach noch eine über die Blutdrucksenkung hinausgehende Wirkung zu haben. Buijsse führt dies auf die Eigenschaft der Flavanole zurück, die Bioverfügbarkeit von Stickoxide in der Gefäßwand zu steigern.

Stickoxid wirkt einmal dilatierend auf die Blutgefäße, was die Auswirkungen auf den Blutdruck erklären könnte. Es hat aber auch eine hemmende Wirkung auf die Thrombozyten, deren Aggregation herabgesetzt wird. Dies wiederum könnte durchaus plausibel das verminderte Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen erklären, die ja beide die unmittelbare Folge von thrombotischen Ereignissen in den Arterien sind.

Interessant ist sicherlich, dass die protektive Wirkung (so sie denn wirklich real ist, was bei Beobachtungsstudien nie ganz sicher ist) bereits durch einen geringen Schokoladenverzehr erreicht wurde. Die Teilnehmer aus dem obersten Quartil verzehrten etwa sechs Gramm kakaohaltiger Schokolade pro Tag, was nur etwa 30 Kilokalorien entspricht, die bei den meisten Menschen das Gewicht nicht auf Dauer steigern sollten.

Anders ist dies allerdings beim Verzehr von Vollmilchschokolade, die vielen Menschen besser schmeckt als Zartbitterschokolade. Vollmilchschokolade enthält nur wenig Kakao, der außerdem aus Kostengründen zunehmend durch andere Fette ersetzt wird). Der Verzehr einer ganzen Tafel Schokolade am Tag würde auf Dauer sicherlich das Körpergewicht erhöhen, dessen Folgen auf das Herz-Kreislauf-Risiko die protektive Wirkung der Flavonole schnell übertreffen könnten. © rme/aerzteblatt.de

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promisit
am Mittwoch, 7. April 2010, 15:25

Schokolade war immer gesund

Es ist eine uralte Weisheit, dass Schokolade gesund ist und eine protektive Wirkung gegen Herz-, und Nervenschwäche hat, allerdings nur die hochwertige und hoch kakaohaltige Schokolade. Was die Menschheit heutzutage an überzuckerter Billigware verzehrt und in welchen Mengen ist sehr gesundheitsschädigend !
Eine Studie wäre dafür eigentlich nicht erforderlich gewesen, nur der gesunde Menschenverstand, den man täglich wachsend zur Menschheit umgekehrt proportional vermisst.

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