Bochum – Das nordrhein-westfälische Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie fördert im Rahmen des Wettbewerbs „Bio.NRW“ zwei Projekte unter Federführung von Forschern der Ruhr-Universität (RUB). Das Projekt „Innovative Antibiotika“ (InA) sucht neue Waffen gegen die wiedererstarkenden Infektionskrankheiten, der Verbund „molFDAD“ entwickelt neue Strategien zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit.
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„Wir befinden uns heute am Anfang einer Antibiotikakrise“, sagt Julia Bandow, RUB-Juniorprofessorin. Über Jahrzehnte schien es, als seien schwere Infektionskrankheiten endgültig besiegt. „Doch sie bereits wieder die dritthäufigste Todesursache in den Industrienationen“, so Bandow.
Durch innovative Ansätze wollen Wissenschaftler des InA-Projektes einen Beitrag dazu leisten, dass NRW zu einem führenden Standort für Antibiotikaforschung und -entwicklung in Deutschland und Europa wird. Dazu evaluieren die Forscher unterexplorierte Naturstoffklassen als Startpunkte für die Antibiotikaentwicklung und optimieren sie zu Entwicklungskandidaten. Außerdem suchen sie in einem völlig neuartigen, bioinformatikbasierten Ansatz Leitstrukturen für Antibiotika auf Grundlage von Peptiden.
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