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Pfizer beziffert Zahlungen an US-Ärzte

Donnerstag, 1. April 2010

Trenton/New Jersey – Nach Eli Lilly, Merck und GlaxoSmithKline hat jetzt auch Pfizer seine Zahlungen an Ärzte und Forschungszentren im Internet offengelegt. Laut einer Pressemitteilung hat der weltweit größte Pharmakonzern im 2. Halbjahr 2009 insgesamt 20 Millionen US-Dollar an etwa 4.500 US-Ärzte gezahlt. Hinzu kommen weitere 15,3 Millionen an 250 Forscher und US-Kliniken als Entschädigung für klinische Studien, die nach dem 1. Juli 2009 begonnen wurden.

Die Veröffentlichung erfolgt nicht etwa freiwillig. Sie ist Bestandteil einer außergerichtlichen Einigung mit der US-Regierung vom August 2009. Im Unterschied zu den Konkurrenten macht Pfizer auch Angaben zur Finanzierung klinischer Studien. Die Zahlungen fallen insgesamt niedriger aus, als Kritiker erwartet hatten, und Marcia Angell, die frühere Chefredakteurin des New England Journal of Medicine und Autorin zahlreicher Artikel zum Interessenskonflikt zwischen Industrie und Ärzten, bezweifelte gegenüber der New York Times, dass damit wirklich alles offen gelegt wurde.

Es wird indes nicht die letzte Veröffentlichung dieser Art sein, denn ein 2007 verabschiedetes Gesetz, der “Physician Payment Sunshine Act”, sieht vor, dass ab 2013 alle Zahlungen ab einer Summe von 10 US-Dollar veröffentlicht werden müssen. © rme/aerzteblatt.de

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