Eingeloggt als

Suchen in

5.758 News Politik

Politik

Deutsche gaben 2008 rund 263 Milliarden für Gesundheit aus

Dienstag, 6. April 2010

Wiesbaden – Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind weiter angestiegen. 2008 lagen sie insgesamt bei rund 263 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Auf jeden Einwohner entfielen rund 3.210 Euro. Die Ausgaben stiegen demnach gegenüber dem Jahr zuvor um 9,9 Milliarden Euro oder 3,9 Prozent.

Die Aufwendungen machten laut Statistik 10,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Schon jetzt sei abzusehen, dass dieser Anteil durch den Rückgang der Wirtschaftsleistung wegen der Krise für 2009 auf über elf Prozent wachsen werde.

Die Berechnung erfasst neben den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung auch alle weiteren gesundheitsbezogenen Aufwendungen, die etwa von der privaten Krankenversicherung oder den privaten Haushalten selbst geleistet werden.

Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen war laut Statistik die gesetzliche Krankenversicherung. Sie trug 2008 mit 151,5 Milliarden Euro rund 57,5 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben – ein Anstieg um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf die private Krankenversicherung entfielen 9,5 Prozent der Gesundheitsausgaben.

Überdurchschnittliche Ausgabenanstiege gab es bei den Leistungen für Prävention und Gesundheitsschutz, die sich auf 10,7 Milliarden Euro erhöhten. Dieser Anstieg ist den Statistikern zufolge unter anderem auf höhere Ausgaben bei Schutzimpfungen und Früherkennungsmaßnahmen zurückzuführen. Auch die Ausgaben für Arzneimittel stiegen gegenüber 2007 deutlich um 1,6 Milliarden auf 43,2 Milliarden Euro. © ddp/aerzteblatt.de

Anzeige
Drucken Versenden Teilen
5.758 News Politik

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

KClemens
am Freitag, 9. April 2010, 13:29

Passivtrinker?

Was ist denn eine wirksame Alkoholprävention? Ein Totalverbot von Alkohol? Und was kostet das? Die Kosten für eien "wirksame" Alkholprävention dürften enorm sein, und vermutlich die derzeit die tatsächlich anfallenden Kosten durch Alkoholkonsum um ein vielfaches übersteigen.

Diese Kosten werden dann ebenfalls auch von den Passivtrinken zu tragen sein. Von den Passivtrinkern übrigens im Besonderen, da Prävention sich ja ganz besonders auch recht kostspielig an all diejenigen richtet, die keinen oder nur sehr wenig Alkohol trinken.

Es ist viel von Kostenbewußtsein im Gesundheitswesen die Rede, wobei ich mich Frage, ob man nicht einfach wieder dazu übergehen sollte, Krankheiten zu heilen. Auf lange Sicht dürfte das dem Gesundheitswesen eine Menge Geld sparen. Geld das derzeit in oftmals unsinnigen Initiativen, Veranstaltungen oder auch semi-medizinischem Schnick-Schnack vertan wird.

So bietet derzeit die "Gesundheitskasse" AOK, Kochkurse an. Kann sie gerne machen, aber nicht von den Pflichtbeiträgen der Versicherten. Und aus sicht eines Versicherten bevorzuge ich es auch, wenn Ärzte medizinisch aktiv sind, politische Akteure (jedweder Coleur) gibt es schon genug.
Kontrabass
am Mittwoch, 7. April 2010, 19:01

Davon vermeidbare Kosten

Mit einer wirksamen Alkoholprävention könnten einige dieser Kosten vermieden werden. Die WHO in ihrer kommenden Resolution im Mai weist darauf hin und zeigt auf, welche Massnahmen geeignet sind. Da wir alle Passivtrinker sind und unter den Alkoholschäden leiden und sie bezahlen, hätten wir allen Grund, die Regierung aufzufordern, der WHO zu folgen. Auch die Ärzteschaft sollte politisch aktiv werden wie in England.

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste