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Schäuble bringt Einsparungen bei der Gesundheit ins Gespräch

Dienstag, 6. April 2010

Berlin – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) pocht auf einen strikten Sparkurs und setzt dabei auf mögliche Einsparungen im Gesundheitswesen. Es stelle sich die Frage, ob es in diesem Bereich Spielräume für Einsparungen gebe, sagte Schäuble dem Düsseldorfer "Handelsblatt" vom Dienstag. Die FDP brachte daraufhin die Möglichkeit ins Gespräch, den Bundeszuschuss für den Gesundheitsfonds zu kürzen.    

Da die Bundesregierung die Renten nicht kürzen wolle und bei der Bundesanstalt für Arbeit wegen der Arbeitsmarktpolitik nicht viel Sparpotenzial vorhanden sei, bleibe die Gesundheitspolitik, sagte Schäuble. Er setze hier auf die Reformarbeit von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP).    

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Der Finanzminister mahnte generell einen strikten Sparkurs an. „Wir hatten eine historisch tiefgreifende Weltfinanzkrise, und da war es richtig, nicht prozyklisch hineinzusparen“, sagte Schäuble. Jetzt stünden Exitstrategie und Schuldenbremse auf der Tagesordnung. „Wir beginnen 2011 mit der Konsolidierung und fahren das Defizit bis 2016 auf maximal 0,35 Prozent unserer Wirtschaftskraft herunter - Punkt, aus“, sagte Schäuble.  

FDP-Fraktionsvize Ulrike Flach äußerte die Erwartung, dass Schäuble im Haushalt 2011 nicht noch einmal einen Zuschuss von 3,9 Milliarden für den Gesundheitsfonds genehmigen werde. „Deshalb ist eine nachhaltige Finanzierung, wie sie in der Regierungskommission beraten wird, unverzichtbar“, sagte die FDP-Politikerin zu "Handelsblatt Online".  

Kritik an Schäubles Äußerungen kam von SPD, Linken und Grünen. „Schwarz-Gelb will Soziales und Gesundheit zum Steinbruch seiner Kürzungspolitik machen, um damit Steuererleichterungen für Top-Verdiener zu finanzieren“, sagte die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, zu "Handelsblatt Online". „Damit wird der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft zerstört.“ 

„Wenn Wolfgang Schäuble sagt, bei der Gesundheit müsse gespart werden, heißt das im Klartext, dass die Beitragszahler künftig noch tiefer in ihre Taschen greifen müssen“, erklärte der Linken-Gesundheitsexperte Harald Weinberg. Der Grünen-Haushaltsexperte Alexander Bonde forderte Schäuble auf, noch vor der NRW-Wahl am 9. Mai zu erklären, wo und wie gespart werden solle. © afp/aerzteblatt.de

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remplaçante
am Mittwoch, 7. April 2010, 11:09

Einsparungen und ärztliche verantwortung

an koennte sehr wohl sparen, wenn man beispielsweise endlich Abschied von dieser "Absicherungsmedizin" nehmen wuerde, die niemandem nuetzt, sondern eher schadet. Das hat nichts mit Leistungskuerzung zu tun, sondern vielfach mit gesundem Menschenverstand und nicht zuletzt mit Medizinethik.
Wo und wie kann man den Patienten mehr in die Eigenverantwortung nehmen? Nicht im Sinne einer noch groesseren finanziellen Beteiligung, sondern im Sinne einer Lebensstiländerung?
Was nutzt es, jeden dementen Patienten durch die diagnostische Muehle zu drehen, um einem Gewichtsverlust oder einer Anaemie hinterher zu spueren? Wie wuerdevoll ist die Intensivmedizin am Ende des Lebens? Und wo kann, wo muss man sich hier als Arzt Grenzen setzen? Es geht hier nicht um Strebehilfe, sondern um die Frage nach der Lebensverlaengerung um jeden Preis mit zweifelhaftem Ausgang!
Das sind Fragen, die wir uns selbst stellen muessen, nicht die Politiker!
medizinblatt
am Dienstag, 6. April 2010, 22:17

Schäuble bringt Einsparungen bei der Gesundheit ins Gespräch

ich glaube die Politiker habe nichts anderes zu tun, als den ganzen Tag darüber nachzudenken, wo noch bei uns "Kleinen" Geld abgezogen werden kann. Hauptsache, die Diäten sind sicher und können laufend erhöht werden.
Ja, die Politiker sind/werden auch krank und das ist teuer.
Ok, die Herren Politiker!!!!!!!!
Peanut71
am Dienstag, 6. April 2010, 21:31

Hätte Schäuble auch damals gespart, als es um sein Leben ging?

Ich muss Herrn Schäuble jetzt wirklich fragen, ob er damals, als es um sein Leben ging, auch an der Gesundheit gespart hätte???

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