New Haven – Ein internationales Forscherteam beschreibt in Nature Genetics (2010: doi: 10.1038/ng.563) drei neue Genvarianten, deren Träger ein erhöhtes Risiko auf ein zerebrales Gefäßaneurysma haben. Zusammen mit zwei im letzten Jahr entdeckten Genvarianten lassen sich jetzt 10 Prozent des genetischen Risikos auf die häufige Ursache von Hirnblutungen erklären.
An der genomweiten Assoziationsstudie hatten sich 32 Institute aus zehn Ländern (darunter mehrere aus Deutschland) beteiligt. Die Forscher verglichen bei 5.891 Patienten und 14.181 gesunden Kontrollen 832.000 SNP (Single Nucleotide Polymorphism). Darunter befanden sich fünf SNP, die mit Aneurysmata in Hirnarterien assoziiert waren.
Unklar bleibt, ob die SNPs tatsächlich die Ursache der Gefäßwandschwäche sind, die zur Ausbildung der charakteristischen Aussackungen der Arterien führt, die oft in jungen Jahren zum Ausgangspunkt schwerer Hirnblutungen werden.
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