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Auch milde Schlafapnoe erhöht das Schlaganfall-Risiko

Freitag, 9. April 2010

Bethesda (Maryland) – Besonders bei Männern ist das Schlaganfallrisiko deutlich erhöht, wenn die Betreffenden an Schlafapnoe leiden. Dieser Zusammenhang ist unabhängig von anderen Risikofaktoren für Schlaganfall, wie Übergewicht, Rauchen oder Diabetes. Das berichten Wissenschaftler des National Heart Lung and Blood Institute im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (doi:10.1164/rccm.200911-1746OC).

Die Daten stammen aus der umfangreichen Kohortenstudie „Sleep Heart Health Study“. Seit 1997 untersuchen Wissenschaftler des National Heart Lung and Blood Institute nach Zusammenhängen zwischen Schlafstörungen und kardiovaskulären Risikofaktoren.

Dass die nächtlichen Atemaussetzer mit dem Schlaganfall in Verbindung stehen, ist schon länger bekannt. Ihre Untersuchungen aus neun medizinischen Zentren der USA zeigten jedoch sogar bei milden Formen von Schlafapnoe ein erhöhtes Risiko, so die Erstautorin Susan Redline. Von 5.422 Patienten mit diesen Schlafstörungen bekamen nach durchschnittlich neun Jahren 193 Patienten einen Schlaganfall.

Zusätzlich entdeckten die Wissenschaftler, dass dieses Risiko bei Männern schon bei milden Apnoeformen wesentlich höher ist als bei Frauen. Sie erklären sich diesen Zusammenhang dadurch, dass Männer früher an Schlafapnoe erkranken und ihre Schlafstörungen länger unbehandelt bleiben. © hil/aerzteblatt.de

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