Düsseldorf – Die Unions-Mittelstandsvereinigung fordert die Bundesregierung auf, die Pläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Senkung der Arzneimittelkosten zu stoppen. „Mit Preisdiktaten und Zwangsrabatten plant ausgerechnet ein liberaler Gesundheitsminister marktwidrige Eingriffe“, sagte der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Josef Schlarmann, dem „Handelsblatt“ vom Montag.
Rösler gefährde damit die Innovationsfähigkeit vor allem der mittelständischen deutschen Pharmaindustrie. „Deutschland war einmal die Apotheke der Welt. Röslers Pläne würden der forschenden pharmazeutischen Industrie in Deutschland den Todesstoß versetzen“, sagte Schlarmann.
Während CDU-Gesundheitspolitiker Rösler unterstützen, sehen auch andere CDU-Wirtschaftspolitiker dessen Pharmapläne skeptisch, wie das Blatt schreibt. So muss es nach Ansicht von Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU), der Röslers Bemühungen im Grundsatz richtig findet, zumindest „Ausnahmen vom Preisdiktat bei richtiger Innovation“ geben. „Die Pharmaforschung ist sehr teuer. Wir brauchen diese Forschung in Deutschland“, sagte Fuchs.
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Vor der NRW-Wahl noch einmal gegen die Pharma wettern ist doch populär. Danach wird das ganze Löwengebrüll wieder unter dem Teppich verschwinden. Bis auf kleine kosmetische Korrekturen wird wohl nichts geschehen. Mittelfristig werden die Ausgaben für Arzneimittel weiter rasant steigen. Wenn soll es auch kümmern? Künftig zahlen ja die Versicherten alleine alle Kostensteigerungen; die Klasse der Unternehmer hat sich ja schon laut Koalitionsvertrag ausgeklinkt.
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