Pädiatrie: Eltern bei Google-Suche häufig schlecht beraten
Montag, 12. April 2010
Nottingham – Dass das Internet nicht unbedingt eine Quelle verlässlicher Informationen ist, sollte sich herumgesprochen haben. Nach einer Studie in den Archives of Disease in Childhood (2010; doi: 10.1136/adc.2009.168856) ist auch die populäre Suchmaschine Google alles andere als ein Garant für zutreffende Informationen zu einfachen Fragen, die viele Mütter und Eltern beschäftigt.
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Google filtert Informationen nicht nach ihrer Qualität, sondern nach der Häufigkeit von Querverweisen, also letztlich nach der Popularität. Seit einiger Zeit gibt es auch gesponserte Links, die zutreffend als Anzeigen rubriziert werden.
Dort fanden der Pädiater Paul Scullard von der Universität Nottingham und Mitarbeiter eigentlich immer fehlerhafte Angaben zu fünf häufigen Anfragen von Eltern. Sie betrafen “MMR Autismus”, “HIV Stillen”, “Mastitis und Stillen”, “Schlafposition Baby” und “grünes Erbrechen”.
Besser, aber mit einem Anteil richtiger Antworten von 55 Prozent alles andere als perfekt informiert sind die Eltern auf den Seiten der (britischen) Medien. Als zuverlässig erwiesen sich einzig von staatlichen Behörden betriebene Internetseiten. Hier fand Scullard zu 100 Prozent zutreffende Angaben.
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