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Kampagne gegen Alkohol in der Schwangerschaft gestartet

Dienstag, 13. April 2010

Berlin – Auf breite Information setzt die Stiftung für das behinderte Kind, um über die Risiken des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft aufzuklären. Nachdem sie Anfang April gemeinsam mit dem Wein- und Spirituosenhersteller Pernod Ricard die Kampagne „Mein Kind will keinen Alkohol“ vorstellte, startet sie nun in Kooperation mit dem Deutschen Brauer-Bund die Aktion „0,0 Promille in der Schwangerschaft“.  Die Schirmherrschaft übernahm Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.
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Joachim Dudenhausen, Vorsitzender der Stiftung für das behinderte Kind und Leiter der Geburtsmedizin der Charité Berlin, hält es für besonders effizient, wenn alle schwangeren Frauen gezielt durch ihre Gynäkologen zum Thema „Alkohol in der Schwangerschaft“ beraten würden.

Denn problematisch sei nicht nur der starke Alkoholkonsum von abhängigen Müttern, sondern auch das gesellschaftsfähige Glas Rotwein am Abend, betonte er. „Da wir bisher nicht wissen, an welchem Tag der Schwangerschaft wie viel Alkohol wie gefährlich ist, ist es nur sicher, ganz auf Alkohol zu verzichten“, erläuterte Dudenhausen.

Auch die Studie „Alkohol und Schwangerschaft“, die Ende 2008 im Auftrag des Deutschen Brauer-Bundes durchgeführt wurde, belegt die exponierte Rolle der Gynäkologen als Gesprächspartner für Schwangere zu diesem Thema. Im Rahmen der Aktion „0,0 Promille in der Schwangerschaft“ werden deshalb auch gezielt Gynäkologen informiert. Plakate und weitere Materialien sollen in Kürze der Zeitschrift „Der Frauenarzt“ beiliegen.

Das Fetale Alkoholsyndrom ist die häufigste angeborene und vermeidbare Behinderung. In Deutschland werden jährlich etwa 3.000 Kinder mit dem Syndrom geboren – die Dunkelziffer liegt weit höher.

„Die Kinder haben neben äußerlichen Schädigungen im Gesicht ein kleineres Gehirn, einen geringeren Kopfumfang und leiden oft an Kommunikations- und Lernschwierigkeiten“, sagte Dudenhausen. Im späteren Leben hätten die Betroffenen oft Schwierigkeiten in der Schule und erlangten überdurchschnittlich oft keinen Schulabschluss. © ER/aerzteblatt.de

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