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Ausland

WHO: Internet hat Informationen zur Schweinegrippe beeinflusst

Dienstag, 13. April 2010

Genf – Spekulationen und Gerüchte über E-Mails, Blogs und Twitter-Mitteilungen: Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge hat die Verbreitung von Informationen über das Internet den vielfach kritisierten Umgang mit der Schweinegrippe auch negativ beeinflusst.
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Der für Grippe-Pandemien zuständige WHO-Experte, Keiji Fukuda, sagte am Dienstag in Genf, dass das Internet zwar eine bessere Verfügbarkeit von Informationen über die Schweinegrippe gewährleistet habe, zugleich aber über Blogeinträge oder soziale Netzwerke auch Gerüchte produziert worden seien.  

Groß angelegte Impfkampagnen waren in Europa im vergangenen Jahr auf wenig Interesse der Bevölkerung gestoßen. Neben schwächer als befürchtet ausfallenden Grippe-Symptomen wurden dafür auch Spekulationen über die Sicherheit der Impfstoffe und die Rolle der pharmazeutischen Konzerne verantwortlich gemacht.

Nach Ansicht des früheren WHO-Verantwortlichen für Grippe-Pandemien, David Heymann, ist das Internet eine „neuer Faktor“ für die Kommunikation über internationale Gesundheitsangelegenheiten. Eine falsche Wahrnehmung wieder zu korrigieren, sei „sehr schwierig“, sagte Heymann.

Die WHO war wegen ihres Umgangs mit der Schweinegrippe vielfach kritisiert worden. Im Europarat hatten Ende Januar Experten und Abgeordnete der Weltgesundheitsorganisation vorgeworfen, die Schweinegrippe voreilig zur Pandemie erklärt zu haben. Im März forderten Abgeordnete aller maßgeblichen Fraktionen des Europaparlaments die Einrichtung eines Untersuchungsauschusses zu den Umständen der Pandemie-Warnungen.  

In Deutschland hatten die Bundesländer zunächst 50 Millionen Impfdosen bestellt. Im Januar einigten sie sich mit Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline (GSK) auf eine Reduzierung der Lieferung auf 34 Millionen Dosen. Da dies aber immer noch mehr als nötig ist, versucht Deutschland, den Rest an andere Länder zu verkaufen. Einen abschließenden Bericht über den Umgang mit der Schweinegrippe will die WHO im Januar 2011 vorstellen. © afp/aerzteblatt.de

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Bretscher
am Mittwoch, 21. April 2010, 21:03

Das "Arzneimitteltelegramm"

hat mit dem von mir zitierten "Arzneimittelbrief" aus dem Westkreuzverlag nichts zu tun. Offensichtlich kennen und lesen dieses inseratenfreie Informationsblatt nicht allzu viele Ärzte - es ist absolut empfehlenswert und garantiert als eine von wenigen Zeitschriften interessenfreie Information. Gegründet wurde es von bekannten Mediziner Herxheimer und wird kompetent weitergeführt.
Bretscher
am Mittwoch, 21. April 2010, 21:03

Das "Arzneimitteltelegramm"

hat mit dem von mir zitierten "Arzneimittelbrief" aus dem Westkreuzverlag nichts zu tun. Offensichtlich kennen und lesen dieses inseratenfreie Informationsblatt nicht allzu viele Ärzte - es ist absolut empfehlenswert und garantiert als eine von wenigen Zeitschriften interessenfreie Information. Gegründet wurde es von bekannten Mediziner Herxheimer und wird kompetent weitergeführt.
adonis
am Freitag, 16. April 2010, 13:31

@Bretscher

Interessant, dass das Arzneimitteltelegramm immer alles im voraus war. Na, vielleicht macht es auch ein Statement schon jetzt zu zukünftigen Epidemien. Ich hätte Sie aber hören mögen, wenn wir eine hohe Sterblichkeit gehabt hätten und man sich aufgrund der hochqualifizierten Stellungsnahme des Arzneimitteltelegrammes entschlossen hätte, den Impfstoff nicht zu bestellen.
Dass man 2 Impfstoffe für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bestellt hat, ist allerdings eine richtig gute deutsche Lachnummer gewesen.
doc.nemo
am Freitag, 16. April 2010, 09:27

Nullrisiko-Maxime

Ich glaube nicht, dass Lobbyisten einen nennenswerten Einfluss im RKI haben. Für mich war eher das Bemühen der Institutsleitung zu erkennen, die Regierung im Allgemeinen und die damalige Gesundheitsministerin im Besonderen unter allen Umständen vor jedem nur erdenklichen politischem Schaden zu bewahren. Wohl nicht ganz uneigennützig, denn hätte das RKI zu einer abwartenden Haltung geraten, die sich im Nachhinein dann als falsch herausgestellt hätte, so hätte Jörg Hacker mit Sicherheit seinen Hut nehmen müssen. Die Nullrisiko-Maxime wird ihre Gültigkeit auch in Zukunft behalten.
Bretscher
am Donnerstag, 15. April 2010, 15:35

Die WHO

macht sich nicht nur lächerlich mit ihrem Internet und Medienjammer, sondern könnte die Stimmen lauter werden lassen, die freie Meinungsäußerung im Internet unterbinden möchten. In jedem Fall haben von der Impflobby unabhängige Experten, unter anderem im "Arzneimittelbrief" früh -und rechtzeitig die Schweinegrippekampagne einschließlich der Massenimpfungen für unsinnig beurteilt. Ganz offensichtlich haben Paul-Ehrlich-Institut, Robert Koch Institut und STIKO durch ihre massive Werbekampagne, unterfüttert mit Fehl - und Falschinformationen vermutlich über Jahre hinaus ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sollte wirklich eine gefährliche Epi -oder Pandemie auftreten, werden sie wohl nicht mehr ernst genommen. Diese Institute scheinen erheblich kontaminiert zu sein durch einschlägige Lobbyisten. Große Teile der Bevölkerung haben ein realistischeres Verhalten an den Tag gelegt und ließen sich nicht in den Sog der Impfhysterie ziehen - im übrigen auch viele MA in Heil -und Pflegeberufen. Jetzt soll ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Vorgänge durchleuchte - ob das zu irgendeinem sinnvollem Ziel führt, kann man wohl bezweifeln.
adonis
am Mittwoch, 14. April 2010, 11:45

Nachher ist man immer schlauer!!!

Ich halte das Handling der Epidemie von seiten der WHO, der RKI usw. für damals vollkommen richtig!!! Dass sich das Virus nicht wesentlich aggressiver verhalten hat, war Glücksache. Angesichts der Vogelgrippe, die sehr schwer von Mensch auf Mensch zu übertragen ist, allerdings eine hohe Mortalität hat, ist für mich die Nervosität der Fachleute in den Gremien nachvollziehbar. Wie dumm teilweise aber die Medien reagiert haben, halte ich für diskussionswürdig.
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