Berlin – Um dem zunehmenden Ärztemangel in Brandenburg zu begegnen, sollte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit auch die Zielgruppe der Brandenburger Abiturienten berücksichtigen.
Das ist ein Ergebnis einer Diplomarbeit von Technischen Universität (TU) Berlin, die sich mit Angebot und Nachfrage in der ambulanten ärztlichen Versorgung in Brandenburg beschäftigt. Demnach sollte die KV bereits in Schulen über Fördermöglichkeiten während der ärztlichen Aus- und Fortbildung bis hin zur Niederlassung informieren.
„Im Hinblick auf Wanderungs- und Demografieprognosen werden Kommunen noch stärker untereinander, aber auch national und international im Wettbewerb um Anbieter medizinischer Versorgung stehen“, erklärt Sabine Troppens, Autorin der Diplomarbeit. Um die ambulanten ärztliche Versorgung in Brandenburg langfristig sicherzustellen, schlägt sie deshalb vor, eine medizinische Fakultät im Land Brandenburg einzurichten.
„Würde an einer brandenburgischen Universität das Medizinstudium möglich sein, würde dies zum einen die Gesamtzahl der Studienplätze für Humanmedizin in Deutschland erhöhen und zum anderen das noch hohe Bewerberinteresse am Medizinstudium sowie im Speziellen den Regionalbezug Brandenburger Abiturienten ausschöpfen“, so Troppens.
aerzteblatt.de |
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