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Einspruch gegen Patent auf menschliche Eizellen

Mittwoch, 14. April 2010

München – Biotechnologie-Experten kritisieren ein Patent der Pharmafirma Merck Serono GmbH, das es erlaubt, menschliche Eizellen auch kommerziell zu verwenden. Die Gruppe von Fachleuten, die sich im Verein Testbiotech zusammen geschlossen hat, legte Einspruch am Europäischen Patentamt in München ein.

Das Patent EP 179 42 87 umfasst Verfahren zur Herstellung und Verwendung menschlicher Eizellen, wie der Verein am Mittwoch in München mitteilte. Damit widerspreche es dem im Europäischen Patentrecht verankerten Verbot, den menschlichen Körper in allen seinen Phasen der Entwicklung zu patentieren. 

Der Einspruch solle helfen, die ethischen Grenzen im Patentrecht zu klären, betonte Christoph Then von Testbiotech. Es sei zu befürchten, dass durch derartige Patente der menschliche Körper zur kommerziellen Ware werde. Im Übrigen sei das aktuelle Patent nur eines von mehreren, das Serono (2006 von Merck gekauft) bis 2005 über eine Firma namens Applied Research Systems ARS Holding in Curacao auf den Niederländischen Antillen angemeldet habe. 

Recherchen von Testbiotech hätten ergeben, dass sich die Firma in Curacao patentrechtlich oft in einer Grauzone bewegt habe, heißt es in der Mitteilung. Unter den Patenten, von denen einige bereits erteilt worden seien, befänden sich sogar Ansprüche auf menschliche Organe und Embryonen. So sei Merck Serono im Besitz eines Europäischen Patentes auf Zellen (EP 941329), die Bestandteil menschlicher Organe seien und für Transplantationen verwendet würden. © kna/aerzteblatt.de

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