Pharmabranche beklagt erneut Röslers Arzneimittelsparpaket
Mittwoch, 14. April 2010
Cornelia Yzer /dpa
Berlin – Aus der Pharmabranche hagelt es weiter Kritik an den Eckpunkten zur Arzneimittelversorgung, die Gesundheitsminister Philipp Rösler Ende März vorgelegt hat. Auch knapp drei Wochen danach wenden sich die betroffenen Verbände mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit.
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„Die Gefahren, die von dirigistischen, planwirtschaftlichen Eingriffen für den Pharmastandort Deutschland ausgehen, sind weit größer, als mögliche Erträge für die sozialen Sicherungssysteme je sein könnten“, erklärte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa), Cornelia Yzer, heute vor Journalisten in Berlin.
Die geplanten kurzfristig wirksamen Maßnahmen allein, namentlich Zwangsrabatt und Preismoratorium, würden die Industrie mit voraussichtlich über 1,2 Milliarden Euro pro Jahr belasten.
Yzer befürchtete, der Zwangsrabatt in Verbindung mit den neuen Strukturmaßnahmen werde „zu wirtschaftlich nicht verkraftbaren Beeinträchtigungen“ für die forschenden Pharmaunternehmen führen. Zudem wies sie darauf hin, dass das geplante Ankoppeln der kurzfristig wirksamen Maßnahmen an das bereits laufende GKV-Änderungsgesetz verfassungsrechtlich unzulässig sei, da beide Gesetze „keinen hinreichenden sachlichen Zusammenhang“ hätten.
In der Hoffnung, doch noch Einfluss auf den konkreten Gesetzentwurf nehmen zu können, unterbreitete der vfa erneut eigene Vorschläge. So plädiert der Verband dafür, dass die in den Eckpunkten erwähnte Schiedsstelle, die Preise für neue innovative Arzneimittel festlegen soll, wenn Kassen und Hersteller sich nicht einigen können, paritätisch mit Vertretern von Krankenkassen und Pharmaunternehmen besetzt wird.
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Sollte da nicht ein Notcent für die in der Rezession befindliche Pharmaindustrie und den vfa erhoben werden auf jedes verkaufte Medikament ? Mir kommen die Tränen.
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