Datenbank zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen erweitert
Donnerstag, 15. April 2010
Langen – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat seine Datenbank zu Verdachtsfällen unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW-Datenbank) erweitert. Zusätzlich zu Verdachtsfällen von Impfkomplikationen veröffentlicht das PEI hier ab sofort auch potenzielle Nebenwirkungen nach der Gabe von Sera. Zu dieser Arzneimittelgruppe gehören unter anderem die sogenannten monoklonalen Antikörper und die Immunglobuline.
„Das Paul-Ehrlich-Institut ist eine der ersten Arzneimittelbehörden in Europa, die derartige Daten frei zur Verfügung gestellt hat“, betont PEI-Präsident Klaus Cichutek. Zukünftig will das Institut Nebenwirkungsdaten für weitere biomedizinische Arzneimittel veröffentlichen.
Während Impfstoffe bei gesunden Menschen eingesetzt werden, um einen vorbeugenden Schutz vor Infektionskrankheiten aufzubauen, dienen monoklonale Antikörper im Allgemeinen dazu, schwere Krankheiten zu behandeln. Monoklonale Antikörper greifen gezielt an einer spezifischen Stelle im erkrankten Gewebe des Köpers ein und können so ihre Wirkung entfalten. Immunglobuline sind polyklonale Antikörper, die an mehreren Erkennungsstellen des Körpers angreifen.
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