New York – Ein neuer „dreifacher“ Androgen-Antagonist hat in einer klinischen Studie im Lancet (2010; doi:10.1016/S0140- 6736(10)60172-9) bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom noch längerfristige Remissionen erzielt.
MDV3100 bindet nicht nur stärker als Bicalutamid, der derzeit bevorzugte “Hormonblocker”, am Androgen-Rezeptor. Es verhindert nach Angaben des Herstellers auch die Translokation des Rezeptors in den Zellkern und die Bindung desselben an der DNA. Eine derartige möglichst komplette Hemmung der Testosteronwirkung ist erforderlich, um eine Resistenz zu verhindern, die bisher bei allen Patienten früher oder später auftritt.
Auch bei den Teilnehmern der Phase 1/2-Studie war es trotz Kastration und dem Abfall der Testosteronkonzentration auf unter 1,7 nmol/l zu einem Rezidiv gekommen. Die Patienten wurden im Rahmen einer Dosis-Eskalation auf sechs verschiedene Dosierungen von 30 bis to 600 mg des oral verfügbaren Wirkstoffs randomisiert.
Primärer Endpunkt der Studie war die Sicherheit. Nach den von Howard Scher vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York und Mitarbeitern mitgeteilten Daten scheint der Wirkstoff relativ verträglich zu sein.
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